Bedarfs- oder Verbrauchsausweis? Heizölkosten sparen mit dem richtigen Energiepass

1. August 2013

Ernergiepass © Alexander Raths / fotolia.com

Eine tolle Lage, der perfekte Grundriss oder der traumhaft schöne Garten sollten nicht die einzigen Gründe sein, warum Interessierte ein Haus oder eine Wohnung mieten oder kaufen. Mindestens genauso wichtig ist der Energieverbrauch der Immobilie.

Seit dem 1. Juli 2008 ist deshalb ein Energiepass Pflicht, der Auskunft über die Warmwasser- und Heizölkosten gibt sowie Basisinformationen über die Hausisolierung und Wärmedämmung sowie deren Heizanlage enthält. Auch der energetische Zustand der Immobilie lässt sich anhand des Passes ablesen. So zeigt er auf einen Blick, ob und wenn ja, welche Hausmodernisierungen sinnvoll wären und wie sich damit Heizkosten reduzieren lassen. Eine Farbskala gibt Aufschluss: von grün für besonders sparsame bis hin zu dunkelrot für sehr verschwenderische Immobilien.


Es gibt zwei verschiedene Arten von Energiepässen. Der Bedarfsausweis zeigt anhand einer durchschnittlichen Nutzung sowie dem baulichen Zustand und der Haustechnik, wie hoch der Energieverbrauch ist. Er wird von einem Experten erstellt, kostet etwa 200 bis 300 Euro und ist zehn Jahre gültig.

Der Verbrauchsausweis ist ebenfalls zehn Jahre gültig und kostet 50 bis 100 Euro. Bei ihm wird der Warmwasser- und Heizölverbrauch der vergangenen drei Jahre zugrunde gelegt. Dies kann zu sehr unterschiedlichen Angaben führen, etwa wenn die bisherigen Bewohner sehr sparsam geheizt haben oder die Wohnung längere Zeit leer stand. Verbrauchern wird deshalb der Bedarfsausweis empfohlen. Doch sowohl beim Bedarfs- als auch beim Verbrauchsausweis gilt: Die Werte gelten lediglich als grobe Orientierung. Für detailliertere Angaben sollte ein Energieberater zurate gezogen werden.
 

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