Heizung und Warmwasser: So sparen Sie Energiekosten

29. Mai 2014

Energieverbrauch

Laut Statistischem Bundesamt entfallen mehr als 80 Prozent des realen Energieverbrauchs im Haushalt auf Heizung und Warmwasserbereitung. Entsprechend liegen hier auch die größten Potentiale zum Energie sparen. Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst.

Richtig heizen, Türen schließen

Ein gut beheiztes Heim strahlt Gemütlichkeit aus. Doch nicht in jedem Zimmer sollte die gleiche Temperatur herrschen. Zu den kühlsten Zimmern gehören das Schlafzimmer mit 16 bis 18 Grad und die Küche mit 18 bis 20 Grad. Für das Kinderzimmer empfehlen sich 20 Grad und für das Wohnzimmer 20 bis 22 Grad. Das Bad ist mit bis zu 23 Grad der wärmste Raum des Hauses. Senken Sie Ihre Raumtemperatur um einen Grad, spart dies bereits bis zu sechs Prozent der Heizenergie!

Thermostate am Heizkörper helfen, die Temperatur im Raum zu regeln. Zudem sollten Sie stets die Türen der Zimmer geschlossen halten. Dies hält die Wärme im Raum und spart Energie.

 

Richtig lüften

Zur richtigen Raumtemperatur gehört auch, regelmäßig die verbrauchte Luft gegen frische auszutauschen. Vermeiden Sie, die Fenster anzukippen. Dies kühlt die Wände unnötig aus und erhöht die Heizkosten. Besser ist es, mehrmals täglich für einige Minuten Stoßzulüften. Vergessen Sie dabei nicht, die Heizung abzudrehen. Achten Sie jedoch darauf, einen Raum nie vollständig auskühlen zu lassen, sofern Sie nicht über längere Zeit verreist sind. Denn ein gleichmäßig erwärmter Raum mit mindestens 17 Grad benötigt weniger Energie als einer, der neu aufgeheizt werden muss.

 

Heizung warten

Schon kleinste Schmutzpartikel im Heizkessel können die Wärmeübertragung beeinträchtigen und den Energiebedarf der Ölheizung um bis zu vier Prozent anheben. Lassen Sie deshalb regelmäßig Ihren Heizkessel warten. Besonders gut eignen sich dazu die Sommermonate, in denen die Anlage teilweise oder sogar komplett abgestellt ist.

 

Warmwasser sparen, Energiekosten senken

Nicht nur beim Heizen, sondern auch beim Warmwasserverbrauch ergeben sich erhebliche Sparpotenziale. Ob beim Händewaschen, Kochen oder Geschirrspülen – im Haushalt bedarf es täglich einer Menge warmen Wassers. Achten Sie darauf, das Wasser nicht unnötig laufen zu laufen und drehen Sie den Hahn nicht komplett auf. Dauerhaft können Sie sparen, indem Sie Ihren herkömmlichen Warmwasserboiler gegen einen energiesparenden Durchlauferhitzer austauschen.

 

Duschen statt Baden

Etwa 150 bis 200 Liter Wasser benötigen Sie für ein Vollbad, beim Duschen sind es nur rund 80 Liter. Regulieren Sie Ihr Duschwasser zudem auf 36 statt 40 Grad, spart dies zusätzlich viel Geld im Jahr. Und es gibt noch weitere Möglichkeiten, Heizkosten zu sparen – etwa mithilfe eines Duschstopps oder einer Wassersparbrause. Beim Duschstopp lässt sich beim Einseifen das Wasser abstellen, ohne dass die aktuelle Temperatur verloren geht. In einer Wassersparbrause wird das Wasser hingegen mit Luft gemischt, wodurch der Verbrauch ebenfalls sinkt.

 

Waschen und Spülen im Eco-Modus

Umweltfreundliche Küchengeräte gehören heute längst zum Standard. Darüber hinaus haben Waschmaschinen und Geschirrspüler meist eine zusätzliche Funktion, die beim Strom- und Wassersparen hilft: den Eco-Modus. Wenn Sie darüber hinaus den Zulauf der Spülmaschine an die Warmwasserleitung der Heizungsanlage anschließen, sparen Sie zusätzliche Energie.

(Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Darstellung)

Energieverbrauch privater Haushalte

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