„Bio-Heizöl" 3 Fragen an den Experten für Heizölqualität

Bioheizöl © RFsole / fotolia.com

Das Thema Bio-Heizöl verunsichert immer noch viele Verbraucher. Grund genug, unserem Experten für Heizölqualität Dr. Uwe Mayer einige Fragen zu stellen. Lesen Sie im Interview, was eigentlich das „Bio“ in Bio-Heizöl ausmacht und was Sie bei der Verwendung beachten sollten.

Redaktion: Was macht Bio-Heizöl aus?

Dr. Uwe Mayer: Die Grundlage für Bio-Heizöl bildet schwefelarmes Heizöl. „Bio“ bedeutet hier eine Beimischung von etwa zehn Prozent sogenanntem Bio-Diesel, also ein Anteil, der  aus nachwachsenden Rohstoffen wie Raps oder Soja hergestellt wird. Diese Biokomponenten stammen aus nachhaltigem Anbau.

Wir wollen damit zeigen: Bio und Heizöl schließen sich nicht aus. Und natürlich soll dem Verbraucher an der Stelle die größtmögliche Betriebssicherheit geboten werden. Mit dem thermogreen Bio-Premium-Heizöl ist das möglich: Es ist ein DIN-genormtes Produkt in bewährter Premium-Qualität und entspricht den Vorgaben des Herstellerverbandes BDH.

Ursprünglich kam die Vorgabe Bio-Heizöl zu machen vom Gesetzgeber. Damit sollte es Verbrauchern ermöglicht werden gesetzliche Forderungen zu erfüllen, beispielsweise die des EwärmeG in Baden-Wüttemberg.

Redaktion: Was müssen Verbraucher bei der Verwendung von Bio-Heizöl beachten?

Dr. Uwe Mayer: Idealerweise wird Bio-Heizöl in modernen Heizungsanlagen mit Einstrang-Ölversorgung verwendet. Beim Einsatz in Ölbrennwertgeräten ist die Effizienz am höchsten. Doch auch in vielen Nichtbrennwertgeräten kann häufig problemlos Bio-Heizöl verwendet werden. Allerdings brauchen Verbraucher die Freigabe des Herstellers.

Des Weiteren verfügen manche Stahltanks über einen sogenannten „kathodischen Korrosionsschutz“ – dieser „verträgt“ sich nicht mit Bio-Heizöl. Bei der Bestellung von Bio-Heizöl fragen unsere Mitarbeiter deshalb lieber zweimal nach. Vor der Erstbefüllung mit Bio-Heizöl empfiehlt es sich zudem, mit dem Heizungsinstallateur zu sprechen.

Redaktion: Was bringt die Zukunft in Bezug auf Bio-Heizöl?

Dr. Uwe Mayer: Es werden weiterhin intensive Forschungen betrieben, vor allem, um die Alterungsprozesse des Bio-Heizöls besser zu verstehen. An der Stelle gibt es tatsächlich noch Wissensbedarf. Da im thermogreen Bio-Premium-Heizöl ein entsprechend abgestimmtes Additivpaket enthalten ist, können wir unseren Kunden ein hohes Maß an Lager- und Betriebssicherheit versprechen.

Auch an neuen Komponenten, wie hydrierten Pflanzenölen wird geforscht. Denn als Zusatz zum Bio-Heizöl verbrennen diese sehr, sehr sauber. Allerdings ist das Verfahren zu deren Herstellung noch recht teuer. Ziel der Forschungen ist daher im Moment, einen Herstellungsweg zu finden, um diese Komponenten kostengünstiger zu machen.

Die Herstellung von Heizöl wäre dann auch aus Abfallprodukten beziehungsweise Reststoffen möglich. Wenn die Forschung so weit ist, wäre das eine Möglichkeit, ein zu 100 Prozent regeneratives Heizöl herzustellen. Dafür müssten dann lediglich die Brenner in den Heizanlagen optimiert werden.

Zukünftig wird es in dem Bereich definitiv weitere Entwicklungen geben, wir halten Sie auf dem Laufenden!

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