Drei Fragen an den Heizöl-Experten zu Additiven

Heizöl Additive © freeimages

Wer die Wahl hat, hat die Qual - dieser Spruch trifft auch auf die Bevorratung mit Heizöl zu. Dabei sorgt besonders die Zusammensetzung der Produkte manchmal für Unschlüssigkeit. Bei den Bestandteilen stolpern Verbraucher zum Beispiel oft über die Bezeichnung "mit Additiven versetzt". Was genau verbirgt sich dahinter? Wie wichtig ist die Verwendung von Heizöl mit diesen Stoffen? Ein Interview mit einem Heizöl-Experten klärt die wichtigsten Fragen zum Thema Additive.

Verbraucher möchten Heizöl nutzen, das mit einem hohen Wirkungsgrad verbrennt, um möglichst sparsam zu heizen. In diesem Zusammenhang sind viele sicherlich schon auf den Begriff "Heizöl Additiv" gestoßen. Wie genau dieser mit effektivem Heizen zusammenhängt und was sich noch dahinter verbirgt, haben wir im Interview mit Ünal Karaagac, Geschäftsentwicklung im Bereich Handels- und Verbrauchergeschäft der TOTAL Deutschland GmbH, geklärt.

Redaktion: Was versteht man unter Additiven im Heizöl?

Ünal Karaagac: Additive sind Zusätze, die dem Heizöl beigemischt werden, um dessen Eigenschaften zu verbessern. Diese Stoffe werden in der Raffinerie genau auf die hergestellten Heizöle abgestimmt. Dabei sind sie so wirkungsvoll, dass Ihre Dosierung im Mikrogrammbereich liegt.

Redaktion: Worin besteht der Vorteil von Heizöl mit Additiven gegenüber einem Produkt ohne diese Stoffe?

Ünal Karaagac: In unserem Fall ist das Premiumheizöl das additivierte Heizöl. Dieses ist erstens länger lagerfähig und arbeitet deswegen auch über einen größeren Zeitraum im optimalen Modus des Brennergerätes. Es unterstützt gewisse Bauteile wie die Heizölpumpe und die Öldüse in ihrer Schmierfähigkeit, so dass auch die kleinsten Bestandteile geschont werden und gleichzeitig problemlos arbeiten.

Durch diese genau abgestimmte Funktionsweise des Heizgerätes wird gleichzeitig die optimale Verbrennung unterstützt und die Emissionslasten so niedrig wie möglich gehalten. Des Weiteren sorgt ein Duftstoff dafür, dass sich der typische Geruch im Keller nicht mehr bilden kann.

Redaktion: Im Handel sind Additive auch einzeln zum nachträglichen Beimischen zum Heizöl erhältlich. Was ist bei diesem Vorgang zu beachten?

Ünal Karaagac: Prinzipiell ist dem eigenständigen Beimischen von Additiven aus dem Handel, zum Beispiel von Frostschutzmitteln, nichts entgegenzusetzen. Das ist besonders sinnvoll in Hinblick auf eine optimierte Verbrennung und die Reduktion von Emissionsausstößen.

Allerdings muss dabei genau auf die vorgegebene Dosierung geachtet werden. Denn in diesem Fall gilt: weniger ist mehr. Ähnlich wie bei Zucker im Kaffee ist ab einem gewissen Punkt die Sättigung erreicht und das Additiv setzt sich auf dem Tankboden ab. Deswegen ist ein eigenständiges Beimischen mit Vorsicht zu genießen.

Vielen Dank an Herrn Karagaac für das interessante Gespräche, weitere Informationen zum Thema Heizöl Additive finden Sie auch in unserem Beitrag "Werterhaltung: Premiumheizöl thermoplus und Brennwerttechnik"

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