Heizöl kaufen auf Vorrat - Sinken die Heizölpreise tatsächlich im Sommer?

6. August 2013

TOTAL Tankwagen Heizöl Sommer

Wenn im Winter die Nachfrage nach Heizöl steigt, so glauben einige Ölheizungsbesitzer, dann steigen auch die Heizölpreise. Der Sommer, so folgern sie, bietet sich daher an, die Vorräte mit günstigem Heizöl aufzufüllen. Doch so einfach ist die Rechnung mittlerweile nicht mehr.

Jahreszeitliche Preisschwankungen sind heute nur noch minimal, betragen ein bis zwei Cent je Liter. Vor einigen Jahren waren es noch fünf bis sechs Cent. Da konnten Verbraucher mit dem Füllen ihres Öltanks, der meist zwischen 2.500 und 5.000 Liter Heizöl fasst, schon mal bis zu 300 Euro im Sommer sparen.

Warum dies heute nicht mehr so ist? Mehrere Faktoren spielen bei der Entwicklung des Heizölpreises eine Rolle: Zum einen beobachten die Kunden genauer, wann der Heizölpreis günstig ist. Der Preis richtet sich damit nicht mehr nach der Nachfrage, sondern die Nachfrage nach dem Preis.

Hinzu kommt das schnelllebige Geschehen am Weltmarkt. Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten richten sich nicht nach unseren Jahreszeiten. Vor allem die durch die Nachrichtenlage beeinflussten Erwartungen der Börsenhändler zur globalen Entwicklung der Ölnachfrage oder aktuelle geopolitische Konflikte sorgen für ein Auf- und Ab bei den Ölpreisen. Zudem verursacht der schwankende Wechselkurs des Euro zusätzlich Bewegung bei den Heizölpreisen, da Rohöl immer in Dollar gehandelt wird, ein schwacher Euro also das Heizöl verteuert.

Doch in diesem Jahr scheinen die Ölpreisentwicklung, ein relativ guter Eurokurs und die warme Jahreszeit zusammenzufallen. Damit ist dieser Sommer ein guter Zeitpunkt, um günstig Heizöl zu tanken. Ob es der nächste Winter auch sein wird, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?