Heizölpreis zeigt sich unbeeindruckt von der Krim-Krise

Heizöl Krim-Krise © beugdesign / fotolia.com

Wer derzeit Heizöl bestellt, freut sich über einen sehr günstigen Preis. Das ist erstaunlich, schließlich sorgt die Krise in der Ukraine seit Wochen für Verunsicherung an den Märkten. Eigentlich müssten die Rohölpreise steigen, aber das ist nicht der Fall. Wie ist das zu erklären? - März 2014

Auch mehrere Wochen nach Ausbruch der Krim-Krise hat diese nur begrenzte Auswirkungen auf die Rohölpreise und damit auf die Heizölkosten. Heizöl kostet ungefähr so viel wie zu Beginn der Krise. Eine Heizöl-Verknappung aufgrund der Krise ist unwahrscheinlich, da unter anderem das für deutsche Raffinerien bestimmte russische Öl nicht über die Ukraine befördert wird. Jedoch können solchen Krisen zur Verteuerung von Öl führen. Auch in den letzten Wochen wurden mehrfach Risikoaufschläge eingerechnet, jedoch war deren Wirkung nicht nachhaltig, sondern ist regelmäßig verpufft.

Großes Öl-Angebot

Grund dafür ist, dass an allen wichtigen Handelsplätzen derzeit das Angebot reichhaltig ist, während die Nachfrage, aufgrund der langsamer wachsenden Weltwirtschaft, etwas verhaltener ist. Für Verbraucher bleibt der Rat: Halten Sie weiterhin die Augen offen und vergleichen Sie Preise. Ein nützliches Werkzeug dafür ist unser Wunschpreis-Alarm, der Sie bei Erreichen Ihres Wunschpreises informiert. Schlagen Sie zu, wenn sich ein Schnäppchen bietet. Aber es besteht keinerlei Grund, eine plötzliche Heizölknappheit zu befürchten.

Für den weltweiten Erdölhandel sind vielfältige Transportstrukturen entwickelt worden, so dass es unmöglich ist, die Versorgung mit Öl durch Unterbrechung eines einzigen Lieferweges zu stoppen. Deutschland wird aus rund 30 verschiedenen Ländern mit Erdöl versorgt – per Pipeline, über Bahn- und Schiffsrouten bis hin zu Tanklastwagen.

Darüber hinaus wird in Deutschland eine Menge an Erdöl und Erdölerzeugnissen (Benzin, Diesel, Heizöl, Kerosin) gelagert, die dem bundesweiten Verbrauch von mindestens 90 Tagen entspricht – geregelt ist dies über den Erdölbevorratungsverband (EBV). Die größte nationale Heizölreserve befindet sich jedoch in den Tanks der Privatverbraucher. Jeder einzelne Heizöltank enthält in der Regel Heizöl für etwas mehr als eine komplette Heizsaison. Hausbesitzer, die eine Ölheizung haben, sind somit in Sachen Energieversorgung auf der sicheren Seite.

Woher kommt eigentlich unser Öl? (klicken Sie auf die Grafik für eine vergrößerte Darstellung)

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