Heizwert und Brennwert von Heizöl

Was besagt der Brennwert und Heizwert?

Heizwert und Brennwert sind Begriffe, die häufig synonym verwendet werden. Dennoch haben sie verschiedene Bedeutungen. Hier steckt der Unterschied im Detail. Am besten lässt sich die jeweilige Bedeutung am Beispiel von Heizöl erläutern:

Der Heizwert des Heizöls

Der Heizwert gibt die Energiemenge an, die beim Verbrennen von Heizöl freigesetzt wird, abzüglich des Energiegehalts der Abgaswärme. Somit ist der Heizwert völlig unabhängig von der Effizienz der Heizung. Beim Heizöl beträgt der Heizwert ca. 9,8 kWh pro Liter oder ca. 11,4 kWh pro Kilogramm.

Heizöl weist im Vergleich zu anderen Brennstoffen eine sehr hohe Energiedichte auf. Das ist auch der Grund für die außerordentliche Effizienz des Heizöls. Übrigens: Der Heizwert von einem Liter Heizöl entspricht dem von 0,97 m3 Erdgas. Beim Heizwert liegen Heizöl und Erdgas in etwa gleich auf.

Was besagt der Brennwert?

Der Brennwert hingegen, berücksichtigt das gesamte Energiepotenzial des Heizöls einschließlich der Verdampfungswärme. Bei einem herkömmlichen Öl-Heizungskessel entweicht die Verdampfungswärme allerdings ungenutzt als Abgas durch den Schornstein. Hingegen nutzen Öl-Brennwertgeräte den gesamten Brennwert, also das Energiepotenzial des Heizöls, voll aus.

Das Energiepotenzial voll nutzen

Durch die spezielle Konstruktion der Öl-Brennwertkessel steht auch die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärmeenergie für die Wärmeerzeugung zur Verfügung. Mit der Öl-Brennwerttechnik profitiert man also von fast 100 % Brennwert. Geringfügige Abgasverluste durch Abkühlung sind auch hier nicht zu vermeiden. Daher spricht man von einem Nutzungsgrad von 98%. Bei Heizöl und Erdgas ist die Brennwertnutzung übrigens gleich effizient.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?