Heizöl-Verbrauch optimieren im Einfamilienhaus

13. März 2015

Heizöl-Verbrauch Einfamilienhaus

Bei einem Einfamilienhaus rechnet man mit einem durchschnittlichen Heizöl-Verbrauch von rund 15 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr – inklusive Warmwasser. Wird Heizöl nur zum Heizen eingesetzt, reduziert sich der Durchschnittswert auf ca.13 Liter.

Allerdings ist der Verbrauch von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel vom technischen Zustand der Heizung und der richtigen Temperatureinstellung. Des Weiteren spielt die Dämmung des Hauses eine sehr wichtige Rolle.  

Wenn Sie Ihren eigenen Heizöl-Verbrauch überprüfen wollen, gehen Sie wie folgt vor: Ermitteln Sie zunächst Ihren letzten Jahresverbrauch. Sofern Sie Warmwasser mit Heizöl bereiten, ziehen Sie pro Person 80-100 Liter ab.
Teilen Sie die verbliebene Literzahl durch die Größe der beheizten Wohnfläche.

Ist Ihr Heizöl-Verbrauch optimierbar?

Auch, wenn Ihr Verbrauchswert bei 13 Litern und damit im grünen Bereich liegt, kann er mit nur wenig Aufwand weiter reduziert werden.
Fangen Sie am besten mit dem eigenen Heizverhalten an. Dazu gehört das richtige Lüften – Stoßlüften 4 bis 6 Minuten, dann Fester schließen – und das Herunterregeln der Temperatur bei Nacht oder Abwesenheit.

Ob ältere oder moderne Öl-Heizung – da geht noch was!

Durch kleinere technische Maßnahmen lässt sich auch eine ältere Heizungsanlage wieder in Schwung bringen. Ein technischer Check-up eröffnet ein Energiespar-Potenzial von immerhin bis zu 10%.

Beim Heizungs-Check prüft der Fachmann u. a., ob sich die Heizungsleistung an die jeweilige Außentemperatur anpassen lässt. Falsch geregelte Heizungen verbrauchen in der Übergangszeit ebenso viel Heizöl wie an kalten Tagen. Durch intelligente Temperaturregelung sparen Sie bares Geld.

Darüber hinaus werden Heizkörper entlüftet und die Thermostate richtig eingestellt. Bei dieser Gelegenheit können Sie alte Thermostate gleich gegen moderne, programmierbare Thermostate ausgetauscht werden.

Ihre Heizung macht Geräusche?

Gurgeln, Pfeifen und Rauschen in der Heizung  – das ist nicht nur störend, sondern wird auch richtig teuer. Solche Geräusche signalisieren, dass Ihre Heizungspumpe permanent auf Hochtouren läuft. Dennoch sind die Heizkörper bei einer Überprüfung nicht gleichmäßig warm.
Höchste Zeit für den hydraulischen Abgleich! Diese Maßnahme ist etwas umfangreicher und kostet mehr als ein Heizungs-Check. Denn hier berechnet und reguliert der Heizungs-Profi die Wärmeverteilung im gesamten Haus. Eine Investition, die sich doppelt lohnt. Zum einen wegen der optimal angepassten Temperatur in allen Räumen, zum anderen verschwenden Sie keine Energie mehr und sparen Heizkosten.

Liegt Ihr Heizöl-Verbrauch deutlich über dem Durchschnittswert?

Sofern Ihr Kessel ein ehrwürdiges Alter erreicht hat, steht an erster Stelle der Kesseltausch. Wechseln Sie zur modernen Öl-Brennwerttechnik – am besten mit dem Programm „Deutschland macht Plus“. Sie profitieren von bis zu 1.200 Euro Förderzuschuss und 300 Euro Aktionsprämie bei der Heizöl-Erstbefüllung.

Was verbraucht ein Öl-Brennwertgerät?

Da moderne Öl-Brennwerttechnik auch die Abluft zum Heizen nutzt, geht kaum Energie verloren. Das Energiesparpotenzial gegenüber älteren Heizkesseln beträgt 30 % und mehr. Die Öl-Brennwerttechnik ist die derzeit am Markt effektivste Öl-Heizungstechnologie für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Wichtig ist es, vor umfassenden Maßnahmen einen Energieberater zu konsultieren. Heizungsdimension und eventuell anstehende Dämm-Maßnahmen müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Eine professionelle Beratung schützt Sie vor Falschberechnung und Fehlinvestitionen.

Unabhängige Energieberater finden Sie zum Beispiel auf dem Portal des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) unter dem Stichwort „Expertensuche“.

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