Jetzt aber schnell – Ist Ihre Ölheizung fit für die Heizperiode?

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Der kalendarische Herbstanfang liegt mit dem 22. September nun schon ein paar Tage zurück. Die Nächte werden deutlich kühler und vielerorts setzt die Heizperiode bereits ein. Allerspätestens jetzt, sollten Sie Ihre Ölheizung und Heizkörper fit für den Winter machen!

Heizöl sparen – Lebensdauer erhöhen

Mit einer gut gewarteten Ölheizung schlagen Sie sprichwörtlich gleich drei Fliegen mit einer Klappe:

Sie erhöhen die Effizienz Ihrer Anlage und sparen damit Heizöl und somit bares Geld. Gleichzeitig kann sich bei einer regelmäßigen und fachmännisch durchgeführten Wartung die Lebensdauer Ihrer Ölheizung erhöhen. Zu guter Letzt ist Ihre Anlage weniger störanfällig und Sie können damit kurzfristig entstehende Havarie- und Reparaturkosten vermeiden.

Doch nicht für jede Tätigkeit müssen Sie gleich den Fachmann zur Rate ziehen. Mit wenigen einfachen Schritten können Sie selbst die Effizienz Ihrer Ölheizung steigern und erhalten:

Jahr für Jahr: Der Wintercheck zum Selbermachen

Genug Öl im Tank?

Prüfen Sie als erstes den Füllstand Ihres Heizöltanks, so Sie es noch nicht getan haben. Da kurz vor der einsetzenden Heizperiode eine Vielzahl von Kunden ihr Heizöl bestellen, kann es regional zu längeren Lieferzeiten kommen. Mit dem rechtzeitigen Heizölkauf machen Sie sich davon unabhängig. Nutzen Sie unsere täglich aktuellen Heizölnews, um sich über die Heizölpreisentwicklung zu informieren und füllen Sie am besten schon vor Beginn der Heizperiode Ihre Tanks.

Sauber heizt nicht nur umweltschonender sondern auch besser!

Das gilt sowohl für den Heizungsraum als auch für die Heizkörper. Für die Verbrennung des Heizöls in Ihrem Heizkessel wird Luft benötigt. Ist diese durch Staub oder andere Partikel belastet, erhöht sich der Heizölverbrauch, aber auch der Schadstoffausstoß. Zudem kann sich die Störanfälligkeit ihres Brenners erhöhen. Ein sauberer Heizraum hilft also, Heizkosten zu senken.

Auch die Leistung der Heizkörper in Ihrem Haus, kann sich durch eingebrannten Schmutz um bis zu 30 Prozent reduzieren! Heizkörper sollten deshalb regelmäßig gründlich abgesaugt und mit speziellen Heizungsbürsten, Wasser und mildem Reinigungsmittel von fest sitzendem Schmutz befreit werden. Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie auch auf Heizungskörperreinigungsmittel aus dem Fachhandel zurückgreifen. Mit nur wenigen Handgriffen sparen Sie Heizöl und verbessern ihr Raumklima.

Zu viel Luft im System?

Im Heizkörper angestaute Luft verhindert, dass sich die Heizkörper vollständig erwärmen. Spätestens bei Gluckergeräuschen ist klar, dass zu viel Luft im System ist. Dann heißt es schnell reagieren: Schalten Sie Ihre Heizung aus und stellen Sie sicher, dass alle Pumpen stehen. Beginnen Sie im untersten Geschoss mit dem Entlüften arbeiten Sie sich die Etagen Ihres Hauses nach oben.

Und so geht die Entlüftung: Öffnen Sie mit einem Vierkantschlüssel die Vierkantschraube am Heizkörper so lange bis keine Luft mehr entweicht – deutlich zu erkennen am austretenden Wasser. Halten Sie dafür ein geeignetes Gefäß zum Auffangen bereit. Drehen Sie die Vierkantschraube anschließend wieder fest zu.

Genügend Wasserdruck vorhanden?

Mittels eines Manometers sollten Sie auch den Wasserstand im Heizungssystem überprüfen. Ideal ist ein Wasserdruck von 1,5 bar. Bitte prüfen Sie dazu auch die Herstellerangaben Ihrer Heizungsanlage. Reicht der Druck nicht aus, füllen Sie mit einem Zulaufschlauch vorsichtig Wasser nach. Dabei sollte die Pumpe abgeschaltet und die Ventile der angeschlossenen Heizungen geöffnet sein. Wichtig ist, dass über den Schlauch möglichst keine Luft ins Heizsystem gerät. Nach dem Auffüllen der Anlage kann es nötig sein, die Heizung abermals zu entlüften.

Sollten Sie noch keine Erfahrung mit der selbstständigen Regulierung des Wasserdrucks Ihrer Heizungsanlage haben, raten wir Ihnen die Konsultierung eines Heizungsfachbetriebs.

Heizölkauf rechtzeitig planen!

Für die nächste Saison empfehlen wir Ihnen sich rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison einen ausreichenden Heizöl-Vorrat in Ihren Tanks anzulegen. Am besten ist es, schon einige Wochen vorab die Heizöl Preisentwicklung zu beobachten. Der Ölmarkt unterliegt vielen Abhängigkeiten und Schwankungen im Heizölpreis gibt es über das gesamte Jahr. Die Annahme, dass Heizöl nur direkt zum Start der Heizsaison teurer ist, kann als überholt betrachtet werden.

Doch mit Blick auf die Lieferzeiten ist gerade zu Herbstbeginn die Heizöl-Nachfrage groß. Deshalb lieber früher als zu spät Heizöl bestellen, wenn Sie nicht auf dem Trocknen oder im Kalten sitzen wollen.

Wo Sie nur die Profis ranlassen sollten

Auch bei neuen Öl-Heizungsanlagen müssen die Kessel- und Vorlauftemperatur fachmännisch eingestellt werden. Einmal jährlich sollte ein Heizungsinstallateur Regelungs- und Sicherheitseinrichtungen überprüfen und bei Bedarf Verschleißstelle wie Brennerdüse und Filter austauschen. Zum Profi-Check gehört auch die Messung der Abgaswerte. Der Gesetzgeber sieht dafür auch konkrete und verbindliche Regeln vor. Seit August 2017 sind diese mit der neuen AwSV bundesweit einheitlich geregelt.

Lassen Sie Ihren Öl-Heizungskessel und Ölbrenner auch auf Rußablagerungen überprüfen und bei Bedarf reinigen. Schon 1 Millimeter Ruß behindert die optimale Wärmeübertragung. Ein sauberes Kesselinnenleben senkt den Heizöl-Verbrauch und die Heizkosten.

Tipp: Premium Heizöl hält Kessel, Düsen und Filter länger sauber. Der Wärmewirkungsrad bleibt während der gesamten Heizperiode konstant – Sie sparen Heizöl.

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