Müssen Ölheizungsbesitzer im Winter frieren?

1. Oktober 2013

IWO Versorgungssicherheit © IWO e.V.

Die deutschen Gasspeicher sind nach dem letzten Winter nicht wieder ausreichend aufgefüllt worden. Erste Prognosen warnen vor Erdgas-Engpässen in der kommenden Heizsaison. Wie sicher ist die Heizöl-Versorgung? - Okt. 2013

Wie der SPIEGEL in einer seiner letzten Ausgaben berichtet, sind die deutschen Gasspeicher nach dem langen Winter nur zu etwa 70 Prozent aufgefüllt worden. Grund ist, neben dem erhöhten Verbrauch im letzten Winter, die Spekulation vieler Gashändler auf sinkende Preise. Die Gasspeicher wurden nicht wie üblich aufgefüllt, in der Hoffnung das Gas später günstiger einkaufen zu können. Eine Bevorratungspflicht für Ergas gibt es in Deutschland nicht. Die würde das Gas erheblich teurer machen. Dadurch könne laut Experten von E.on und Pen Grid Europe (OEG) ein Versorgungsengpass in der kommenden Heizsaison nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Heizölkunden müssen keine derartige Situation befürchten!

Der Heizöltank dient Ihnen als eigener und vor allem unabhängiger Energiespeicher. „Dank neuester Brennstofftechnik reicht der Vorrat in den Tanks heute schon länger als nur für eine Heizperiode, in Zukunft sogar für bis zu 24 Monate“ erklärt Wolfgang Ebert von TOTAL. Neben diesen privaten Heizölvorräten lagert außerdem der Erdölvorratungsverband (EBV) stetig die Menge an Heizöl, die in Deutschland in 90 Tagen verbraucht wird, sodass keine Versorgungsknappheit zu erwarten ist.

Erdöl wird aus mehreren Ländern nach Deutschland importiert. Das Öl gelangt neben Pipelines auch über weitere Transportwege zu uns, beispielsweise per Schiff oder per Bahn. Würde einer dieser Lieferwege unterbrochen, gäbe es genügend Ausweichmöglichkeiten.

Ebenso verhält es sich auch mit den Erdöllieferanten: Da Deutschland aus über 30 verschiedenen Ländern Erdöl bezieht, kann der Wegfall einer Lieferquelle ausgeglichen werden.

Was die Ressource selbst betrifft, so können kritische Stimmen ebenfalls beruhigt werden. Die Erdölreserven haben aktuell mit rund 650 Milliarden Tonnen einen Höchststand erreicht. Darüber hinaus werden immer wieder neue Reserven gefunden und sind durch die Entwicklung und den Ausbau neuer Techniken auch förderbar.

Im Gegensatz zu Gaskunden brauchen Besitzer einer Ölheizung also nicht zu befürchten, dass der Brennstoff ausgehen könnte und sie wegen Versorgungsengpässen im kommenden Winter frieren müssen.

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