Die größten Modernisierungsirrtümer

19. Dezember 2013

Irrtümer Modernisierung TOTAL © Kzenon / fotolia.com

Über Nutzen und Sinn verschiedener Sanierungsmaßnahmen kursieren immer wieder Gerüchte und Irrtümer. Wir haben für Sie den Wahrheitsgehalt der am weitesten verbreiteten Sanierungsmythen geprüft.

Zu viel Dämmung schadet dem Raumklima – wenn Wände nicht atmen können, entsteht Schimmel. Falsch!

Schimmel entsteht durch Baumängel oder falsches Lüftungsverhalten. Es ist eher eine unzureichende Dämmung, die Schimmel verursachen kann, eine gute Dämmung verursacht keinen Schimmel. Feuchtigkeit setzt sich an den kalten Stellen der Wände ab und begünstigt dort Schimmelbildung. Eine Fassadendämmung sorgt für warme Wandflächen und verhindert damit das Absetzen von Feuchtigkeit, wichtig ist, dass dabei alle Wärmebrücken aufgespürt und beseitigt werden. Eine fachgerechte Dämmung und richtiges Lüften verhindern Schimmel. Tipps zum Lüften finden Sie hier: Tipps zum richtigen Lüften

 

Zu dichte Fenster verhindern eine Zirkulation der Raumluft und lassen die Schimmelgefahr steigen. Falsch!

Undichte Fenster ermöglichen lediglich eine zufällige Luftzirkulation, aber sie lassen an kalten Tagen viel Wärme entweichen, das ist sicher. Es besteht auch die Gefahr, dass sich Luftfeuchtigkeit niederschlägt und diese Schimmel verursacht. Wichtig ist, dass neue Fenster vom Fachmann eingesetzt werden, der sich mit den Materialien auskennt und Wärmebrücken beseitigt. So sorgen dichte Fenster für ein angenehmes Raumklima und senken Ihren Heizenergieverbrauch.

 

Energetische Sanierung ist teuer und lohnt sich nicht. Falsch!

Bei der Nutzung von Gebäuden lohnt sich eine langfristige Planung, Instandhaltung und Modernisierung. Einige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen rentieren sich bereits nach kurzer Zeit, andere erst nach zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren. Eine fachgerechte, nachhaltige energetische Sanierung hilft in jedem Fall, den Heizenergie- und Heizölverbauch eines Gebäudes zu senken. Auf lange Sicht rentieren sich daher die meisten Maßnahmen. In vielen Fällen können finanzielle Fördermittel beantragt werden, die häufig die Amortisationsdauer verkürzen.

 

Für die Herstellung der Dämmstoffe wird mehr Energie benötigt als später eingespart wird. Falsch!

Selbst bei Dämmstoffen wie Polysterol amortisiert sich die Herstellungsenergie schon nach etwa drei Heizperioden, dies zeigen mehrere Untersuchungen. Mit keiner Maßnahme, die nicht mit modernster Heizungstechnik zu tun hat, lässt sich so viel Energie sparen wie mit einer guten Dämmung. Daher haben Dämmmaßnahmen bei der energetischen Verbesserung von Gebäuden den höchsten Stellenwert.

 

Der Effekt von energetischen Sanierungen auf den Klimaschutz ist gleich null. Falsch!

Mehr als ein Viertel des bundesdeutschen Energieverbrauchs – und damit entsprechend hohe CO2-Emissionen – werden im Bereich Wohngebäude verursacht. Hier steckt enormes Sparpotenzial: Mieter und Eigentümer können von sinkenden Heizkosten profitieren und parallel dazu profitiert das Klima von einem verminderten CO2-Ausstoß.

 

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