Muss die alte Heizung raus?

Heizung Modernisierung © JürgenFälchle / fotolia.com

Bei der Planung für ein neues Haus ist es selbstverständlich, dass auch beim Heizen die aktuellsten und effektivsten Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden. Schließlich möchten zukünftige Hausbesitzer von Anfang an ihre Heizkosten so niedrig wie möglich halten. Wie verhält es sich aber, wenn die Immobilie älter ist und das entsprechende Heizsystem auch schon vorhanden ist? Muss dieses sofort modernisiert werden, obwohl es noch funktioniert? Welche Überlegungen spielen beim Entscheidungsprozess eine Rolle?

Mit der Energieeinsparverordnung wurde es amtlich – die Austauschpflicht für Heizkessel, die älter als 30 Jahre alt sind. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die bereits vor dem 1. Februar 2002 in der entsprechenden Immobilie gewohnt haben, sind jedoch von dieser Regelung ausgeschlossen. Sicherlich sind darüber viele Ölheizungsbesitzer erleichtert. Schließlich läuft alles problemlos und die Räume werden auch warm. Allerdings machen sich doch einige Betroffene Gedanken, sie wollen schließlich nicht unnötig viel Heizöl durch veraltete Technik verbrennen. Sollte deswegen eine Modernisierung zum Beispiel durch den Umstieg auf eine Ölbrennwert-Heizung erfolgen? Und wie trifft man eine solche Entscheidung?

Bevor Hauseigentümer etwas überstürzen, hilft eine Energieberatung durch einen neutralen Fachmann. Dieser ist in der Lage, eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation in der entsprechenden Immobilie vorzunehmen. Dabei gibt er auch Hinweise zu möglichen Schwachstellen wie unzureichender Dämmung. Besonders ältere Gebäude weisen in diesem Bereich große Defizite auf, da über Dach, Wände und Fenster viel Wärme nach außen gelangen kann. Sollten zuerst dazu Maßnahmen durchgeführt werden? Mit der Beratung erhalten Ölheizungsbesitzer einen ganzheitlichen Überblick und können dadurch eine sinnvolle Entscheidung treffen.

Auch bei der Überlegung zur Heizungsmodernisierung kann der richtige Zeitpunkt entscheidend sein. Gerade im Herbst und Winter sind Fachbetriebe stärker ausgelastet, so dass sie für mögliche Anfragen nur begrenzt verfügbar sind.  Außerdem gilt zu beachten, dass die Installation einer neuen Heizung bis zu vier Monate dauern kann. Deswegen sollte eine solche Maßnahme lieber während der heizfreien Periode durchgeführt werden.

Im Generellen gilt: Bei älteren Gebäuden muss eine genau Bestandsaufnahme zur Energiesituation durchgeführt werden. Oftmals liegt die Schwachstelle nicht nur bei der Heizungsanlage, sondern auch am Gebäude. Durch eine genaue Kosten-Nutzen-Aufschlüsselung können Ölheizungsbesitzer die für sie sinnvollste Lösung herausfinden. Weitere Tipps für diesen Entscheidungsprozess finden Hauseigentümer auch in unserem Artikel: Heizung modernisieren - mit Köpfchen.

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