Heizöl sparen in perfekter Kombination

30. September 2015

Heizöl sparen mit Öl-Brennwerttechnik und Fußbodenheizung

Hybridheizungen liegen im Trend, sie nutzen die Stärken von mindestens zwei Wärmequellen. Dadurch sinken Brennstoffeinsatz und die Heizkosten. Welche Heizsysteme passen am besten zusammen?

Ein starkes Paar: Öl-Brennwerttechnik und Fußbodenheizung

Warme Fliesen in Bad, Küche oder Flur – barfuß laufen zu jeder Jahreszeit. Mit der Fußbodenheizung verbindet fast jeder ein besonderes Wohlgefühl. Mit welchem Heizsystem lässt sie sich effizient kombinieren?

Als Flächenheizung arbeitet die wassergeführte Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen und erzeugt geringe Rücklauftemperaturen – ideal für die Brennwerttechnik. Je kühler das Heizwasser in den Brennwertkessel zurückfließt, desto besser kühlt es dort die heißen Abgase herunter und fördert den Kondensationseffekt im Kessel. Die Öl-Brennwerttechnik macht diese Kondensationswärme nutzbar und erhöht somit den Wirkungsgrad des Heizöls.

In Kombination mit der Fußbodenheizung kann die Öl-Brennwerttechnik den Brennwerteffekt und damit die Heizöl-Ersparnis richtig ausspielen.

Heizöl und Sonne – fossil und regenerativ

Ob und welche Kombinationen von Wärmequellen sinnvoll sind, hängt von vielen Faktoren ab. Will man auf dem Dach als ergänzende Energiequelle eine Solaranlage installieren, muss das Haus bestimmte Anforderungen erfüllen: Dachneigungswinkel 30 bis 45 Grad, keine Verschattung und im Idealfall eine Ausrichtung nach Süden, um den höchsten Ertrag zu erzielen. Auch sollte das Dach eine ausreichend große Fläche bieten und die Last der Kollektoren tragen können. Ob sich Ihr Haus für eine Solaranlage eignet, sollte am besten ein Energieberater prüfen.

Generell ist die Kombination von Solarthermie mit einem leistungsstarken Heizsystem wie Öl-Brennwerttechnik ideal. Die Sonnenenergie kann dabei nicht nur zur Warmwasserbereitung, sondern auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Für Letzteres braucht es jedoch größere Kollektorenflächen. Nicht nur der Heizölverbrauch sinkt deutlich, auch arbeitet eine solche Hybridanlage äußerst umweltschonend. Staatlich gefördert wird diese Kombination fossiler und erneuerbarer Energiequellen außerdem. Für modernisierungswillige Öl-Heizungsbesitzer gibt es zusätzlich das Programm Deutschland macht Plus mit Aktionsprämie und Fördermittelberatung.

Vorteile voll ausspielen

Heizöl und Sonnenenergie können auch in Dreierkombination durch einen Kamin mit Wassertasche ergänzt werden. Das ist dann sinnvoll, wenn jederzeit genügend Brennholz verfügbar ist.

Ein Muss bei der Kombination mehrerer Wärmequellen ist ein großer Pufferspeicher, der überschüssige Wärme aus den verschiedenen Quellen aufnehmen und bei Bedarf an das Verteilsystem abgeben kann. Für das reibungslose Zusammenspiel der Energien Heizöl, Sonne, Holz oder Luft sorgt ein elektronischer Systemregler.

Nur, wenn jede Wärmequelle richtig dimensioniert und optimal aufeinander abgestimmt sind, kommt die Stärke der Einzelkomponente im Zusammenspiel voll zum Tragen.

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