Mehr als 100% Nutzungsgrad beim Heizen? Unmöglich!

28. März 2014,

TOTAL Öl-Brennwert

Immer wieder hört oder liest man: ein Brennwertkessel habe einen Wirkungsgrad von mehr als 100 Prozent. Wir erklären, wie diese unsinnige Angabe zustande kommt und welche Berechnung dem zugrunde liegt.

Mehr als 100 Prozent sind einfach nicht drin. Das ist nicht möglich werden auch Sie als Verbraucher denken. So ist es! Und dennoch hört man es immer wieder: Ein Brennwertkessel habe einen Nutzungsgrad von mehr als 100 Prozent.

Wie kommt das zustande?

Der Grund dafür ist ganz einfach. Der Berechnung des Nutzungsgrades wird der Heizwert von Heizöl zugrunde gelegt. Dieser Wert gibt an, wie viel nutzbare Wärme theoretisch bei einer Verbrennung frei werden könnte. Erreicht ein Heizkessel diesen Wert, hat er 100 Prozent Effizienz. Bei dieser Berechnung bleibt die Wärme des bei der Kondensation entstandenen Wasserdampfes unberücksichtigt. Ein Brennwertkessel nutzt aber genau diese Wärme zusätzlich. So ergeben sich die theoretischen Nutzungsgrade von mehr als 100 Prozent.

Die Angaben zur Energieausnutzung von Heizkesseln sollten daher immer auf den Brennwert bezogen werden. Dieser schließt den Wärmegewinn aus der Kondensation der Abgase mit ein. Bei dieser Rechnung ergeben sich Nutzungsgrade der Brennwertkessel von 94 bis 96 Prozent. Das entspricht dann auch der Realität.

Zum Vergleich: Standardkessel haben einen Wirkungsgrad von etwa 70 Prozent. Niedertemperaturkessel erreichen einen etwas besseren Wert von bis zu 85 Prozent. So oder so lässt sich mit 100prozentiger Sicherheit feststellen: Ein Brennwertkessel ist derzeit die effizienteste Heiztechnik.

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Öl-Brennwerttechnik