Erdölförderung, weltweit - Teil 3 „Aus der Welt des Öls“

2. Juli 2015

Erdölförderung - Aus der Welt des Öls - Teil 3

Mineralöl zählt als die wichtigste Energiequelle der Welt. Ein Großteil des Energieverbrauchs wird dabei durch Öl gedeckt. Im Jahr 2014 wurden davon weltweit rund 4,21 Milliarden Tonnen verbraucht. - Juli 2015

Der globale Bedarf von Erdöl zeigte bereits in den letzten Jahrzehnten eine steigende Tendenz und erreichte Jahr um Jahr neue Höchstwerte. Diese Mengen an Rohöl werden dabei in den verschiedensten Regionen der Welt gefördert.

Saudi-Arabien, Russland und die USA gelten mit Abstand als Spitzenreiter der Ölförderländer. Dahinter folgten im Jahr 2013 China, Kanada und Kuwait und der mittlere Osten.

Spitzenreiter der Erdölförderung (USA)

Lange Zeit lag Saudi-Arabien bei der Ölproduktion mit großem Abstand vor anderen Ländern. Diese Position scheint nun aber auch von den USA schwer umkämpft. Während vor 2014 die US-Ölproduktion noch unter 5 Millionen Barrel pro Tag lag, stieg die Tagesproduktion im Jahr 2014 auf über das Doppelte an. Zu den amerikanischen Fördergebieten zählen unter anderem Texas, Kalifornien oder die Golfregion. Während der Sommermonate kann die Förderung von Rohöl jedoch durch Wirbelstürme zeitweise eingeschränkt werden. Von Juni bis November spricht man dort sogar von einer Hurrikansaison. Kommt es durch einen Sturm zu Schäden an den Bohrinseln, so kann dies zu einer eingeschränkten Förderung führen.

Saudi-Arabien

Neben dem Reichtum an Sand ist Erdöl eines der größten Schätze Saudi-Arabiens. Auch die Suche nach weiteren Vorkommen des schwarzen Goldes war in dieser Region in der Vergangenheit immer wieder erfolgreich. Als ebenso an erster Stelle stehender Exporteur von Öl, erzielte das Land in der Vergangenheit damit immer höhere Erlöse, was dazu beitrug, dass sich das Bruttoinlandsprodukt 2013 innerhalb von 10 Jahren beinahe verdreifachte.

Erdölförderung in Russland bleibt solid

Auch Russland kann sich momentan nicht über einen Mangel an Öl beklagen. Die Förderung von Rohöl soll 2014 sogar auf Werte angestiegen sein, die es zuletzt zum Ende der Sowjetunion gegeben habe. Auch für Europa zählt das Land als ein bedeutender Handelspartner im Energie- und Ölsektor. China importierte als zweitgrößter Abnehmer von der russischen Föderation. Zu den weiteren großen Förderländern auf dem asiatischen Kontinent zählen auch Kasachstan und Aserbaidschan.

Kanada und China sind im kommen

Potenziale sehen Experten für die Zukunft auch in Kanada, wo es offenbar höhere Ölsandvorkommen gibt als in den Lagerstätten Saudi-Arabiens. Auch in China werden hohe Ölreserven vermutet und hier steht man noch ganz am Anfang der Exploration. Für 2015 wurde die tägliche Erdölfördermenge von China auf etwa 4,1 Millionen Barrel geschätzt.

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