Fortuna Köln und TOTAL – eine starke Partnerschaft

Total Heizoel und Fortuna Köln sind ein Team

Seit Beginn der diesjährigen Fußballsaison 2015/16 besteht eine Kooperation zwischen Fortuna Köln und TOTAL. Mit Benjamin Bruns, der Geschäftsleitung bei Fortuna, haben wir unter anderem über seinen Weg zur „Südstadtlegende“ und die Ziele für diese Saison gesprochen.

TOTAL: Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Fortuna Köln und TOTAL zustande gekommen?

Benjamin Bruns: Im Rahmen der infrastrukturellen Erweiterungen bei Fortuna Köln wurde ein neuer VIP-Bereich geplant und dann gebaut. Hier galt es, Unternehmen für den anstehenden Bedarf zu finden und daraus Vorteile für beide Seiten zu erschließen. Durch unseren gemeinsamen Partner, die Helot GmbH, wurde der Kontakt zu TOTAL hergestellt. Daraufhin fanden interessante Gespräche statt – mit dem Ergebnis einer Kooperation zwischen der TOTAL Mineralöl GmbH und Fortuna Köln.

TOTAL: Bitte stellen Sie Fortuna Köln vor. Wieso werden Sie eigentlich die „Südstadtlegende“ genannt?

Benjamin Bruns: Fortuna Köln ist ein absoluter Traditionsverein und gehört zum Inventar des Profifußballs. Am 21. Februar 1948, nur acht Tage nach dem1. FC Köln, wurde die Fortuna im Kasino der Bayenthaler Maschinenfabrik gegründet.

Die prägende Figur des Südstadtclubs war dabei lange Zeit Hans »Jean« Löring. Unter dem Mäzen erlebte der Club seine erfolgreichsten Jahre. 1973 stieg man für ein Jahr in die 1. Bundesliga auf. Nach dem direkten Wiederabstieg spielte man 26 Jahre lang in der 2. Bundesliga. Highlight war das Erreichen des DFB-Pokalfinals 1983, in dem man sich im Stadtduell dem 1. FC Köln nur knapp durch das Goldene Tor von Pierre Littbarski geschlagen geben musste.

2000 folgte der Abstieg: Eingeleitet von wirtschaftlichen Problemen des Mäzens Löring geriet die Fortuna in die Insolvenz. Es folgten Jahre in den Niederrungen des Amateurfußballs.

Erst 2006 ging es mit dem Südstadtclub wieder aufwärts, als Klaus Ulonska Präsident der Fortuna wurde und für Aufbruchsstimmung sorgte. Sein legendärer Spendenball, mit dem er bei Heimspielen im Südstadion Geld sammelte, wurde zum Markenzeichen der Fortuna. Sportlich ging es ebenfalls bergauf: Am 1. Juni 2014 gelang die spektakuläre Rückkehr in den Profifußball. In der Relegation zur 3. Liga lag man bei Bayern München II kurz vor Schluss bereits mit 0:2 hinten. In der vierten Minute der Nachspielzeit markierte Innenverteidiger Oliver Laux den entscheidenden Treffer, der nach dem 1:0-Hinspielsieg im ausverkauften Südstadion den Aufstieg bedeutete. Derzeit etabliert sich die Fortuna wieder im deutschen Profifußball.

TOTAL: Was sind Ihre wirtschaftlichen und sportlichen Ziele für die diesjährige Saison? Wie wollen Sie ihre Position als „zweite Kraft“ in Köln stärken?

Benjamin Bruns: Wir sind im zweiten Jahr zurück im Profifußball. Bekanntlich ist das immer das schwerste Jahr. Unser sportliches Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt in dieser und auch in der nächsten Spielzeit. Darüber hinaus möchten wir uns konsolidieren und stetig wachsen - ohne die Tugenden der Fortuna aus den Augen zu verlieren. Wenn uns das gelingt, kann auch stetig mehr in die Mannschaft investiert werden, um so die Wahrscheinlichkeit einer besseren Platzierung erhöhen zu können.

Der Professionalisierungsprozess findet auf allen Ebenen von den Strukturen, der Ausrichtung, den infrastrukturellen Erweiterungen etc. statt. Dies aber im Rahmen eines gesunden Wachstums! Wenn dieser Prozess so weiter läuft und diese Leidenschaft der "Fortuna-Familie" auf allen Ebenen intern und extern über alle Anspruchsgruppen bestehen bleibt, muss man sich um die Zukunft der Fortuna als Nummer 2 hinter dem 1. FC Köln keine Sorgen machen.

TOTAL: Engagiert sich Ihr Verein und Ihre Profimannschaft im sozialen Bereich?

Benjamin Bruns: Ja, sehr. Wir haben zum Beispiel eine der größten Jugendabteilungen und sind damit seit Jahrzehnten in der Stadt und in der Region aktiv.

Weiterhin gehen wir jeden Donnerstag mit je drei Profis in Schulen und Vereine, unterrichten Trainingsstunden, es besteht die Möglichkeit zum Austausch und im Anschluss gibt es für alle eine Autogrammstunde. Wir sind der einzige Verein in Köln, der aktiv auf die Schulen und Vereine zugeht. Unterstützt wird das Ganze von unserem neuen Maskottchen „Fred“.

Den kleinen Roten Panda gibt es live im Kölner Zoo und als beliebten Stadiongast zu Heimspielen der Fortuna zu sehen.

TOTAL: Wie lange arbeiten Sie schon im Profifußball und wie sind Sie zur Fortuna Köln gekommen?

Benjamin Bruns: Mein erstes Fußballspiel als Stadiongast war ein Besuch im Westfalenstadion 1986 mit meinem Großvater. Es war das Relegationsspiel zwischen Borussia Dortmund und Fortuna Köln. Ich weiß noch, wie Jürgen „Kobra“ Wegmann damals in der Nachspielzeit das entscheidende Tor für Dortmund gemacht hat. Seitdem bin ich Anhänger vom BVB und der Fortuna. Außerdem habe ich in Köln studiert und lebe mit meiner Familie im Rheinland. Bevor ich 2014 zur Fortuna kam, war ich beim SV Wehen 1926 Wiesbaden, SC Paderborn und dem TSV 1860 München tätig.

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