Neues Energieeffizienzlabel auch für alte Heizkessel

27. August 2015

Energieeffizienzlabel für alte Heizkessel

Das neue Effizienzlabel für Heizungsanlagen soll auch für alte Heizkessel über Energieeffizienz informieren und zumindest nach Wunsch der Poltik beim Energiesparen helfen. Die Regelung gilt ab Ende September bereits für alle neuen Heizgeräte und wir aber dem kommenden Jahr auf alte Heizkessel ausgeweitet. - Aug. 2015

Ab dem 01. Januar 2016 gilt das neue Energieeffizienzlabel auch für alte Heizkessel. Das Bundeskabinett des Ministeriums für Wirtschaft und Energie hat dazu am 12. August 2015 die gesetzliche Grundlage zur Umsetzung des „nationalen Effizienslabels für Heizungsaltanlagen” beschlossen.

Demnach müssen ab 2016 freiweillig und ab 2017 verpflichtend alle Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, mit dem gleichen Label wie neue Heizungsanlagen versehen werden. Das Effizienzlabel kennt man bereits von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken und Fernsehgeräten. Das Effizienzlabel soll Verbrauchern kostenfreie Informationen über den individuellen Effizienzstatus des Heizkessels bieten. Insbesondere bei den Neugeräten ist es aber umstritten, da beispielsweise die individuelle Einbausituation nicht berücksichtigt wird, sondern nur das Gerät an sich "gelabelt" ist. Mehr dazu erfahren Sie in Kürze bei uns.

Die Effizienzklassen

Die alten Heizkessel werden nach einem bestimmten Mess- und Berechnungsverfahren in Effizienzklassen von A++ bis G eingeteilt. Die farbliche Kennzeichnung der Klassen in einer Skala von grün über gelb bis rot soll die Einordnung auf den ersten Blick erleichtern.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hierzu in einer Pressemitteilung: „Mit dem kostenlosen Effizienzlabel für alte Heizkessel wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher besser informieren und sie beim Energiesparen unterstützen. Das Label soll ihnen helfen, schnell und leicht verständlich einen Überblick über den Zustand ihres alten Heizkessels zu bekommen. Im Gebäudebereich werden knapp 40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland verbraucht. Der größte Einzelbeitrag entfällt dabei auf die Beheizung. Entsprechend groß ist hier daher das technische und wirtschaftliche Potential zur Steigerung der Energieeffizienz und damit zur Energieeinsparung.“

Wer ist für die Effizienzlabel zuständig?

Ab 2016 werden Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und Energieberater berechtigt, ein Effizienzlabel auf alte Heizgeräte anzubringen. Ab 2017 sollen die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet werden, alle Kessel ohne Label zu etikettieren.

Dabei sollen in den ersten dreieinhalb Jahren zuert die älteren und in den folgenden dreieinhalb Jahren die vergleisweise jüngeren Heizungsanlagen überprüft werden. Im Fokus stehten neben den klassischen Einfamilienhäusern auch größere Mehrgeschosswohnungen.

Die mit den für Neuanlagen identischen Effizienzklassen werden ohne Messung an der Heizung aufgrund von Daten des BDH (Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie) ermittelt. Für den Verbraucher ist das Verfahren kostenlos.