Ökosteuer auf Heizöl?

7. Januar 2014

Ökoumlage Heizöl

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau kritisierte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) die geplanten energiepolitischen Maßnahmen der großen Koalition. Bereits die letzte Legislaturperiode habe einen Rückschritt beim Klimaschutz zur Folge gehabt. Er schlug vor, Wärmesanierungen gesondert steuerlich zu fördern und die Ökosteuer auf Erdgas und Heizöl zu erhöhen. - Jan. 2014

Dies sei nach seiner Ansicht nötig, um den Energieverbrauch in Gebäuden möglichst schnell zu senken, denn hier entstehen fast 40 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes.

Energieverbände sehen die Vorschläge Flasbarths wiederum kritisch. Die höhere Ökosteuer auf Heizöl und Erdgas stellt eine ungerechte Mehrbelastung für Mieter und Eigenheimbesitzer dar. Zudem führt sie nicht zwangsläufig zu mehr energetischen Sanierungen. Einsparungen für Verbraucher würden sich nur dann ergeben, wenn diese das gesamte Gebäude oder die Ölheizungsanlage modernisieren lassen.

Die Äußerungen Flasbaths waren lediglich Forderungen an die Bundesregierung. Welche Entscheidungen dort getroffen werden ist reine Vermutung. Aber eine rege Debatte zum Thema „energetische Sanierung“ kommt letztendlich allen Beteiligten zu Gute. Auch die Verbraucher selbst profitieren von einer höheren Förderung und den Sanierungen selbst.

TOTAL hat bereits in der Vergangenheit deutlich Stellung zur Ökoumlage auf Heizöl bezogen. Diese führt zwangsweise zu einer ungleichen Zusatzbelastung, insbesondere Haushalte mit niedrigerem Einkommen werden überproportional belastet. Daher lehnen wir das Konzept einer Öko-Umlage in dieser Form ab.

Ökosteuer auf Heizöl?

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