Großbritannien stimmt für den Brexit und der Ölpreis fällt

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Gestern fand in Großbritannien das Referendum über den Austritt aus der EU statt und die Mehrheit hat für einen Brexit gestimmt. Sowohl der Öl- als auch der Heizölpreis sinken dadurch zum Ende dieser Woche.

Ölpreisentwicklung

Der Faktor, der an diesem Freitag hauptsächlich den Ölpreis beeinflusst, ist das Ergebnis des britischen Referendums.

Die Ölbörsen, die zuletzt auf einen Verbleib Großbritanniens in der EU spekuliert haben, beenden den Handel in dieser Woche nun mit sinkenden Ölpreisen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 48,40 US-Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung ist damit gegenüber dem Vortag mehr als einen US-Dollar gefallen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 437 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Am Ende dieser Woche spielen die klassischen Elemente, die sonst den Ölpreis bestimmen, keine große Rolle, da der Brexit alle anderen Faktoren dominiert.

Die britische Bevölkerung stimmte gestern für einen Austritt aus der EU und obwohl noch nicht alle Folgen kalkulierbar sind, scheint klar zu sein, dass die Wirtschaft davon nicht profitieren wird. Die britische Zentralbank prognostiziert bereits einen Wirtschaftseinbruch von bis zu sechs Prozent.

Desweiteren wird wegen der Erwartung einer geringeren Wirtschaftsleistung Großbritanniens aufgrund von weniger Handelsaktivitäten auch mit einem Rückgang der Ölnachfrage gerechnet. Das würde zwar zunächst auf Ölpreis drücken, jedoch wird zum anderen derzeit der Dollarkurs gestärkt.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt hat, verteuert so ein steigender Dollarkurs die Importe für den Euroraum.

Entwicklung Eurokurs

Das Ergebnis der Brexit Abstimmung steht fest und mit dem nun anstehenden Austritt Großbritanniens sinkt nicht nur der Wechselkurs des Pfund, sondern auch der Eurokurs.

Aktuell kostet ein Euro nur noch rund 1,10 US- Dollar, womit der Wechselkurs gegenüber dem Vortag um drei Cent gesunken ist.

Derzeit gibt es kaum Indikatoren, die wieder für einen steigenden Eurokurs sprechen. Sowohl die Stimmung an den Finanzmärkten nach der Brexit Entscheidung, aber auch die erwartete US-Leitzinserhöhung Anfang Herbst deuten beide eher auf einen zukünftig stärken US-Dollar hin.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten aktuell rund 51,40 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis sich unter der 50 US-Dollar Marke hält oder wieder ansteigt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren undgünstiger Heizöl bestellen.

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