Ölpreis bewegt sich im gleichen Niveau

8. Februar 2016

Heizoelpreis steigt 08-02-2016

Auch in dieser Woche nehmen die Spekulationen einer Produktionskürzung Einfluss auf den Ölpreis. Während neue Höchststände der US Rohölvorräte den Preis drücken, stützt der massive Rückgang an US Förderanlagen den Preis. Zusammen mit dem geringfügig geschwächten Euro erwarten wir für heute kleine Preisanstiege bei Heizöl.

Ölpreisentwicklung

Am Freitag wirkten sich die Spekulationen um eine mögliche Produktionskürzung weiter auf den Ölpreis aus. Die Skepsis blieb zwar weiter groß, trotzdem stützen sie die Preise für Öl. Zudem waren Händler vorsichtig, da ein Treffen zwischen Venezuela und Saudi-Arabien ausstand.

Für den Wochenbeginn ergeben sich somit folgende Preise:

Die europäische Rohölsorte Brent wird aktuell bei 34,37 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche den Preis für das Inland maßgeblich beeinflusst, liegt am heutigen Morgen bei 304 US Dollar je Tonne. Es sind zwar geringfügige Verluste bei beiden Notierungen zu verzeichnen, jedoch sind diese nicht ausschlaggebend.

Zum Start in die Woche sind nur sehr geringe Veränderungen zu Freitag zu erkennen. Wegen des Treffens des venezolanischen Ölministers mit dem aus Saudi-Arabien verhielt man sich am Freitag an der Börse diesbezüglich vorsichtig. Hätte man sich dort auf Produktionskürzungen geeinigt, hätte dies den Preis wohlmöglich in die Höhe getrieben. Soweit kam es jedoch nicht. Zwar spreche man von einem positiven Meeting, konkrete Aussagen zu Produktionskürzungen habe es jedoch nicht gegeben.

Im Laufe der letzten Woche hat die Anzahl der Befürworter eines Sondermeeting der OPEC zugenommen, jedoch fehlt der große Akteur Saudi-Arabien noch. Auch der Iran unterstütz ein solches  Meeting, möchte für sich selbst jedoch nach dem langen Aussetzten erst einmal ein gewissen Förderniveau erreichen. Somit schließt der Iran eigen Produktionskürzungen zunächst aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass Saudi Arabien freiwillig auf Marktanteile zu Gunsten des Irans verzichtet, scheint damit sehr gering. Schon lange kämpfen die Beiden Marktteilnehmer um die Vormachtstellung in der Golfregion. Ohne Saudi-Arabien sind die Spekulationen weiter aussichtslos. Trotzdem halten sie den Preis im Moment noch.

Zu dem kommen Nachrichten aus den USA, dass sich die landesweiten Rohölbestände erneut ausgeweitet haben. Damit haben sie eine Allzeithoch-Grenze von 500 Mio. Barrel überschritten. Für den Ölpreis bedeutet dies, dass das Angebot weiter steigt und somit der Ölpreis zusätzlichem Druck ausgesetzt ist. Umso mehr wäre eine künstliche Reduzierung des Angebots von Nöten. Zum aktuellen Status seien die Aufwährtspotenziale des Preises sonst begrenzt.

Deswegen habe sich die Meldung des massiven Rückgangs um -6,2 Prozent an Förderanlagen in den USA auch kaum merklich auf den Preis ausgewirkt. Und das, obwohl dies im Vergleich zum Höchststand im Oktober 2014 einen Rückgang um 71 Prozent ausmacht. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich dieser Rückgang im Tagesverlauf auswirkt.

Für die kommende Woche wird man beobachten, wie sich die Chance auf ein Sondermeeting der OPEC entwickeln.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 08.02.2016

  • Arbeitsmarkt Index USA

Dienstag, 09.02.2016

  • Handelsbilanz Deutschland

Mittwoch, 10.02.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Fed zur aktuellen wirtschaftlichen Situation der USA
  • Prognose der Europäischen Kommission zum Wirtschaftswachstum

Donnerstag, 11.02.2016

  • Treffen der Eurogruppe
  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)

Freitag, 12.02.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • Veröffentlichung BIP Euro Zone

*Termine ohne Gewähr
 

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet etwas schwächer in die Woche als noch am Freitagmorgen. Zurzeit wird der Kurs bei 1,1174 US Dollar notiert.

Grund für die leichten Verluste war der Wertgewinn des US Dollars am Freitag. Grund war unteranderem eine sinkende US Arbeitslosenquote. In den USA hatte man  schon Sorge vor einer Rezension. Doch der Arbeitsmarktbericht vom Freitag sorgte für Erleichterung. Und auch im Hinblick auf die Zinserwartungen der US Notenbank Fed spekulieren Analysten nun wieder mehr. Dies gewährte dem Dollar Auftrieb, was wiederrum den Euro etwas schwächte.


Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 41,77 Cent je 100 Liter Heizöl. Trotz der geringen Preisnachlässe für Rohöl steigt der Preis. Bedingt ist dies möglicherweise durch den stärkeren US Dollar.

Angesichts der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Februar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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