Abbauten der US-Rohölbestände, Heizöl günstiger

4. Dezember 2019, Ricarda Altrichter

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Das API meldet Abbauten der US-Ölbestände und stützt damit gemeinsam mit Aussagen über Kürzungen der OPEC den Ölpreis, nachdem der US-Präsident ihm mit einer Aussage über den USA-China-Handelskonflikt einen Dämpfer versetzte.
Der Euro kann seine Gewinne halten. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • API: US-Rohölbestände gesunken
  • OPEC zieht weitere Kürzungen in Betracht
  • Brent bei 61,30 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 572,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1074 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 66,40 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,40 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 66,61 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 


China vermeldet Lösung im Handelskonflikt

OPEC+ offen für Verlängerung der Kürzungen bis Mitte 2020

OPEC+ zieht weitere Kürzungen in Betracht

 

Brexit ungeklärt

EIA und OPEC Monatsberichte

 

Russland argumentiert gegen OPEC-Pläne
US-Gesetze zugunsten Hongkongs dämpfen Handelsgespräche
Rekordförderung im Golf von Mexiko erwartet
OPEC Ölproduktion im November angeblich gestiegen
US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,35 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 61,03 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Dienstag bei 61,08 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 572,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 571,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 569,50 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 04.12.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Ölmarkt startete ruhig und in neutraler Stimmung in den Dienstag. Bis zum Mittag gab es nur wenig Bewegungen des Ölkurses. Es gab lediglich einige Tests jeweils nach oben und nach unten, wobei sich keine Richtung durchsetzen konnte. Das zeigt Unsicherheiten am Ölmarkt. Die Marktteilnehmer warten neue Entwicklungen sowohl im Handelsstreit zwischen China und USA als auch zum anstehenden OPEC-Meeting ab. Letzteres findet am morgigen Donnerstag und am Freitag statt.

Am frühen Nachmittag brachte US-Präsident Trump schließlich Schwung in den Ölmarkt, denn er räumte die Möglichkeit ein, dass es erst nach den Präsidentschaftswahlen zu einer Einigung mit China kommen könnte. Dabei ließ er durchblicken, dass er mit einer solchen Entwicklung durchaus zufrieden wäre. Das zog den Ölpreis nach unten.

Erst gegen Abend zeigten sich dann neue Bewegungen, als das American Petroleum Institute seinen Wochenbericht über die US-Ölbestandsdaten veröffentlichte. Das API meldete deutliche Bestandsabbauten, was die Abwärtsbewegung des Ölpreises auffing. Weitere Kommentare der OPEC über mögliche Kürzungen der Ölproduktion führten den Ölpreis schließlich wieder zu seinem Stand vom Vormittag zurück.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1074 US-Dollar, am Dienstagmorgen waren es 1,1075 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Dienstag bei 1,1082 US-Dollar festgesetzt. 

Enttäuschende Kennzahlen aus US-Unternehmen gaben dem Euro gestern einen Aufschwung, den er angesichts weniger Konjunkturdaten und der Aussage Trumps über den USA-China-Handelskonflikt und seine Verhandlungen, die sich bis in das neue Jahr hinein ziehen könnten, gut halten konnte. Heute Morgen gab der Kurs wieder etwas nach, denn die Marktteilnehmer erwarten heute Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • API: US-Rohölvorräte gesunken
  • OPEC tendiert zu weiteren Produktionskürzungen

 

API meldet Abbauten der US-Ölbestände

Was in der vergangenen Woche bereits erwartet wurde, scheint nun einzutreten: Bestandsabbauten der US-Rohölvorräte. Das API meldet geringere Vorräte und der Ölmarkt stützt sich auf diese Aussage, um jüngste Verluste auszugleichen. Die Meldung des API entspricht den Erwartungen der Marktteilnehmer, weshalb bereits vor Veröffentlichung der Daten des Department of Energy Reaktionen am Ölmarkt auf die API-Meldung zu erkennen sind.

Die Daten des Department of Energy, die detailliertere Informationen geben und die Meldung des API entweder stützen oder widerlegen, werden nun dennoch gespannt erwartet, denn oft genug waren sich die beiden Institutionen in der Vergangenheit nicht einig. Das DOE hat in diesem Fall das letzte Wort, denn dessen Datenlage ist fundierter und detaillierter als die des API.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-49041219 // Alle Angaben ohne Gewähr

Weitere Produktionskürzungen der OPEC möglich

Neuste Aussagen bezüglich des Treffens der OPEC in den nächsten beiden Tagen zeigen eine Tendenz der Vereinigung zu weiteren Kürzungen der Ölproduktion, um angesichts der Rekordförderung der USA den Ölpreis nicht verfallen zu lassen. Zunächst war nur von einer Verlängerung der bestehenden Kürzungen die Rede. Nun werden kurz vor dem Meeting stimmen laut, die sich für weitere Kürzungen aussprechen. Zahlreiche OPEC-Mitgliedstaaten sprechen sich für die Kürzungen aus. Auch viele Experten des Ölmarktes sehen in zusätzlichen Kürzungen die einzige Möglichkeit, den Ölmarkt stabil zu halten.

Es gibt allerdings auch Gegenstimmen. Einige Länder wie Irak, Russland und Nigeria hatten sich bisher nicht an die Kürzungsvorgaben gehalten. Zwar scheint Irak nun willens, die Kürzungen mit der Unterstützung Saudi-Arabiens zu erfüllen, doch Russland senkte die Produktion nur widerwillig. Wie diese Länder zu einer Entscheidung für weitere Kürzungen stehen, ist nicht bekannt und sorgt für einen offenen Ausgang des Treffens, das morgen beginnen soll.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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