Abwartende Stimmung auf dem Ölmarkt, Heizöl heute teurer

27. September 2019, Ricarda Altrichter

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Der Ölmarkt geht mit einer abwartenden Stimmung ins Wochenende. Die saudische Ölproduktion erholt sich während sich China und USA in ihrem Handelskonflikt annähern. Der Euro schwächelt gegenüber einem starken Dollar. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Brent bei 62,41 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 598,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0920 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 71,35 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 71,35 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 70,60 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Saudische und russische Ölproduktion gesunken
USA kündigt weitere Iran-Sanktionen an
China und USA wieder im Gespräch

 

EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte

Demokraten untersuchen Amtsenthebung Trumps
75 % der saudischen Ölproduktion wiederhergestellt
USA steigern Produktion weiter

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 62,17 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 62,36 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 61,65 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 595,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 596,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 598,25 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 27.09.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Ölmarkt ließ am gestrigen Donnerstag große Kursbewegungen vermissen. Der Ölpreis zeigte bei einer ruhigen Nachrichtenlage kaum auffällige Bewegungen. Am Vormittag gab US-Präsident Trump dem Ölmarkt etwas Unterstützung, indem er sich hinsichtlich eines baldigen Abkommens zwischen USA und China optimistisch gab. Dem entgegen stand die schnelle Erholung von den Anschlägen auf saudische Ölanlagen, die die Aufwärtstendenz wieder ausbremste. Im Laufe des Donnerstages gab der Ölpreis ein wenig nach, kehrte bis heute Morgen jedoch wieder in den Bereich des gestrigen Tagesstarts zurück.

Im Handelskonflikt zwischen USA und China breitet sich auf beiden Seiten Optimismus aus. Schon am Mittwoch ließ US-Präsident Trump durchblicken, dass eine unerwartet schnelle Einigung durchaus möglich sein kann. Chinas Außenminister äußerte währenddessen gegenüber der Presse sein Interesse an einer baldigen Lösung. China signalisiert Kooperationsbereitschaft. Da die USA einige Zölle wieder aufgehoben haben, ist China nun bereit, eigene Marktdefizite wieder mit Produkten aus den USA auszugleichen.

Sollte die Einigung tatsächlich bald eintreten, ist das positiv für das weltweite Wirtschaftswachstum, da beide Volkswirtschaften davon profitieren. Dies wiederum stärkt das Sorgenkind des Ölmarktes: Die Ölnachfrage.

China gibt sich nun kooperativ, nachdem es sich angesichts der Untersuchung zur Amtsenthebung Donald Trumps eher abwartend verhielt. Inzwischen wird jedoch erwartet, dass die Untersuchung im Sande verlaufen wird, da die Entscheidungsgewalt beim Senat liegt. Dieser ist überwiegend von Republikanern besetzt, die ihrem Präsidenten den Rücken stärken.

Der Ölmarkt geht mit einer abwartenden Haltung ins Wochenende. Der Heizölpreis befindet sich auf einem moderaten Niveau, sodass es sich anbietet, die Vorbereitungen für den Winter anzugehen und den Heizöltank zum günstigen Preis auszufüllen.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0900 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,0958 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,0918 US-Dollar festgesetzt. 

Der Eurokurs fiel gestern kurzzeitig auf den tiefsten Stand seit Mitte 2017. Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die aktuelle Stärke des US-Dollars drücken den Euro-Kurs nach unten. Insbesondere aus Deutschland wird Kritik an der lockeren Geldpolitik laut. Ob der Rücktritt der EZB-Direktorin damit einhergeht, ist unklar. Die Amtsaufgabe wurde überraschend am Mittwoch verkündet und begünstigte die Schwäche des Euros.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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