Abwartender Ölmarkt, Heizölpreise unverändert

6. November 2013,

Die Öl- und Gasölpreise veränderten sich gestern kaum, sodass auch die Heizölpreise weder nennenswert steigen noch sinken werden. Der guten Versorgungslage stehen potenziell preissteigernde Entwicklungen in Libyen und bei den amerikanischen Ölbeständen gegenüber.

Die Lage in Libyen bleibt schwer überschaubar. Die Ankündigung von zunehmenden Öllieferungen aus der Region erweist sich als nicht haltbar. Zudem wird von Feuergefechten und Detonationen in der Hauptstadt Tripolis berichtet. Ein lang anhaltender Ausfall der Lieferungen ohne entsprechende Kompensation, z.B. aus dem Iran, könnte die Preise für die europäische Ölsorte Brent wieder steigen lassen.

Für Zurückhaltung am Ölmarkt sorgen die vom American Petroleum Institute (API) veröffentlichten Daten zu den US Ölbeständen. Dabei ist der unerwartet geringe Aufbau bei den Rohölbeständen weniger entscheidend. Vielmehr sorgt der unerwartet hohe Abbau bei den Produktbeständen für Unsicherheit. Die sinkenden Bestände an Diesel und Heizöl führen zu geringeren Exporten und können den Preis für Gasöl an der Börse in London wieder steigen lassen. Man wartet jetzt die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) ab, die am späten Nachmittag veröffentlicht werden.