Aktuelle Heizölpreise – TOTAL – Monatsrückblick Januar 2015

3. Februar 2015

Heizoelpreise gefallen Januar 2015

Nach dem Jahreswechsel starteten die Ölpreise zunächst etwas fester, nahmen aber nach einigen Tagen wieder ihren Abwärtstrend an. Aufgrund der Abkopplung des Schweizer Franken, wurde der Euro immer schwächer, weshalb der Heizölpreis nicht ganz den Abschwung der Ölpreise wiederspiegelt. Zum Monatsende setzte erstmals seit längerer Zeit eine Aufwärtsbewegung beim den Ölpreisen ein.

Nachdem das letzte Jahr mit sehr niedrigen Ölpreisen endete, sanken diese auch nach ein paar Tagen im neuen Jahr weiter. Da die OPEC weiterhin keine Veränderungen in ihrer Ölpolitik vornahm, wird sich der Ölpreis wohl auch nicht kurzfristig auf einem höheren Niveau stabilisieren.

Vielmehr heizt die OPEC den Preiskampf an, indem sie die Preise für Lieferungen in die USA und nach Europa senkt. Ziel dieser Unternehmung könnte sein, dass sich der Ausbau neuer Ölförderstätten für Länder wie die USA nicht mehr rentiert. Und tatsächlich sagen Firmen in den USA allmählich geplante Projekte oder Investitionen ab.

Des Weiteren wurde der Schweizer Franken vom Euro abgekoppelt. Das heißt, der Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro wurde aufgehoben. Dadurch ist der Euro stark eingebrochen und sank auf den tiefsten Stand seit 2003. Aus diesem Grund ist der Heizölpreis nicht so stark gesunken wie der Ölpreis.

Zudem gab die Europäische Zentralbank bekannt, dass sie bis September 2016 Staatsanleihen kaufen wird. In der Theorie soll damit langfristig ein Wirtschaftswachstum erreicht werden, durch welches auch die Ölpreise wieder steigen könnten. Allerdings sinkt durch diese Staatsanleihenkäufe zunächst der Eurokurs. Daher werden Ölinvestitionen außerhalb der USA teurer, weshalb  die Auswirkung auf den Ölpreis kurzfristig eher in die andere Richtung geht.

Am Ende des Monats wurde bekannt, dass der König Saudi Arabiens verstorben ist. Aus diesem Grund herrschte eine gewisse Unsicherheit bei den Marktteilnehmern, welche sich in leicht steigenden Ölpreisen wiederspiegelte. Da der Nachfolger jedoch die Fortführung der aktuellen Ölpolitik bestätigte, wurden die Ölpreise wieder weicher.

Die Barclays Bank und Goldman Sachs prognostizieren einen weiteren Abwärtstrend der Ölpreise. So sehen sie den durchschnittlichen Ölpreis bei 44 Dollar in diesem Jahr. Zudem erwarten sie, dass sich die wirtschaftliche Wachstumsrate in China nicht mehr so stark erhöht, wodurch auch die Rohölnachfrage weniger stark wachsen dürfte.

Bei den Preisprognosen herrscht jedoch Uneinigkeit unter den Experten. Einige sehen in dem jetzigen Preisniveau eine Bodenbildung, andere halten eine weitere Abwärtsbewegung für nicht ausgeschlossen.

Betrachtet man den gesamten Januar so gab es bei den Heizölpreisen ein ständiges auf und ab. Dennoch pegelten sie sich am Monatsende auf einem niedrigeren Preisniveau als zum Jahresanfang ein.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?