Aktuelle Heizölpreise – TOTAL – Monatsrückblick Februar 2015

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Der Februar startete mit festen Heizölpreisen. Im Monatsverlauf kam es oftmals zu Abwärtsbewegungen, die jedoch meist nur von kurzer Dauer waren. Als wesentliche Ursachen für die Preissteigerungen können vor allem die niedrigeren US Produktbestände und die erhöhte Produktnachfrage gesehen werden.

Zu Beginn des Februars stiegen die Ölpreise deutlich. Einige Händler spekulierten darauf, dass der Ölpreis steigt und passten ihr Kaufverhalten dementsprechend an. Die höhere Nachfrage ließ die Preise steigen und löste damit auch technische Kaufimpulse aus.

Wie im Vormonat wurden auch im Februar vermehrt Ölförderanlagen außer Betrieb genommen, um den steigenden US Ölbeständen entgegenzuwirken. Analysten rechnen erst im Sommer damit, dass sich die Abschaltung der Anlagen auf den Markt auswirkt.  Außerdem wurde eine Pipeline in Libyen angegriffen, die eines der Größten Ölfelder mit dem Exporthafen in Hariga verbindet.

Die Marktteilnehmer wurden unruhig, als Saudi-Arabien Preissenkungen bekannt gab, wodurch der Ölpreis zwischenzeitlich gesunken ist. Zur Monatsmitte haben sich einige OPEC Mitglieder der saudischen Preispolitik angeschlossen. Außerdem wurden die Monatsberichte der OPEC und der IEA publiziert, welche nicht ganz so negativ ausgefallen sind, wie von den Marktteilnehmern erwartet.

Die Lage in Libyen bleibt unberechenbar. Es kam wieder vermehrt zu Übergriffen und Kampfhandlungen, wodurch die libysche Exportleistung in der vorletzten Februarwoche gegen Null ging. Aktuell hat sich die Lage wohl wieder etwas entspannt.

In der letzten Februar-Woche wurden die Gasölpreise deutlich fester, da die US Produktbestände stark abgenommen haben. Neben dem Streik an vielen amerikanischen Raffinerien war dafür vor allem die kalte Wetterlage und die damit verbundene höhere Heizöl-Nachfrage verantwortlich. Gasöl ist technisch gesehen das Vorprodukt von Heizöl und Diesel und hat damit einen unmittelbaren Einfluss auf die Heizölpreise.

Zum Ende des Monats teilte die OPEC Präsidentin mit, dass ein Sondertreffen der OPEC Mitglieder möglich sei, damit Produktionskürzungen besprochen werden können. Viele Analysten reagierten jedoch skeptisch auf diese Mitteilung, da Saudi-Arabien zuvor die Produktion erhöht und die Ölpreise gesenkt hat.  Solange Saudi-Arabien, der größte Ölproduzent der Welt, die Produktion nicht kürzt, halten es Analysten für unwahrscheinlich, dass sich an der fundamentalen Marktlage etwas ändert.

Für Saudi-Arabien ist der wachsende Wirtschaftsraum Asien besonders attraktiv, weil dort ein großer Ölbedarf herrscht. Es kommt zunehmend zu Preisunterbietungen zwischen Mexiko und Saudi-Arabien. Mexiko hatte zuletzt die Preise für die Exporte herabgesetzt, um so die Transporte von Mexiko nach Asien für dortige Kunden interessanter zu gestalten. Zudem versucht aus Russland, Marktanteile in Asien zu gewinnen. Durch die gute geographische Lage zu Asien ist es Russland möglich, die Transportkosten niedriger zu halten, als die anderen beiden Produzenten.

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Heizölpreis deutlich an. Eine standard Lieferung mit 3000 Litern Heizöl kostet im bundesweiten Schnitt 65 Cent pro Liter. Das sind 9 Cent mehr als im Vormonat, jedoch wesentlich günstiger als im Februar letzten Jahres.

Besonders die abnehmenden Produktbestände in den USA und der dadurch gestiegene Gasölpreis werden als Grund für die festeren Heizölpreise gesehen. Ob sich die steigende Tendenz durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass der Preisunterschied zwischen Brent und WTI deutlicher wurde.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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