Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 04. Kalenderwoche 2015

Heizoelpreis gleichbleibend 04KW2015

Zum Wochenbeginn sind die Ölpreise fester gestartet. Da der Internationale Währungsfond IWF seine Wachstumsprognose am Folgetag jedoch nach unten korrigierte, gaben auch die Ölpreise wieder nach. Zur Mitte der Woche deutete sich dann eine Konsolidierungsphase der Preise an. Da jedoch am Ende der Woche bekannt wurde, dass die EZB Staatsanleihen kaufen wird, verzeichneten die Ölpreise wieder einen Anstieg. Die gleiche Entwicklung war in dieser Woche auch bei den Heizölpreisen zu erkennen.

Am Montag hatte der Monatsbericht der IEA einen stützenden Effekt auf die Ölpreise. So wurde davon ausgegangen, dass sich das Produktionswachstum der Nicht-OPEC-Länder reduziert. Daraus resultierend würde die Nachfrage nach OPEC-Öl steigen. Dennoch sieht die IEA weiteres Abwärtspotential der Ölpreise. Außerdem wurde mitgeteilt, dass der Irak seine Fördermengen stetig steigert, was ebenfalls kein Zeichen für eine verbesserte Marktlage war.

Anschließend korrigierte der IWF seine globale Wachstumsprognose nach unten, wodurch die zunächst festeren Ölpreise wieder nachgaben. Nach der Meinung vieler Experten werden die Preise auch weiter sinken, wenn sich nichts an der Überversorgung des Marktes ändert. So wurde sogar ein Preisverfall auf bis zu 40 Dollar prognostiziert.

Wie überversorgt der Markt ist, zeigte sich zur Wochenmitte. So führten selbst kleinere Produktionsausfälle, wie die Abschaltung von Pipelines in Nigeria, nicht zu Problemen am Markt. Außerdem wurde wieder deutlich, dass sich die Ölförderung in den USA nicht reduzieren wird. Laufende Projekte werden unabhängig vom Ölpreisniveau zum Abschluss gebracht. Die OPEC zeigte weiterhin kein Interesse an Produktionskürzungen.

Am Markt wurde zudem befürchtet, dass eine Angebotskürzung zukünftig zu einer massiven Unterversorgung führen könnte, wodurch die Preise steigen würden. Außerdem wurde vermutet, dass die EZB Staatsanleihen kaufen wird, weshalb die Ölpreise wieder leicht stiegen.

Am Freitag bestätigte sich diese Vermutung und die EZB teilte mit, bis September 2016 Staatanleihen kaufen zu wollen. Dadurch würde es theoretisch zu Wirtschaftswachstum und einem damit verbundenen steigenden Ölpreis kommen. Infolgedessen stieg der Ölpreis an. Die Tatsache, dass die EZB Staatsanleihen kaufen will, wird den Eurokurs jedoch schwächen. Dadurch werden Ölinvestitionen außerhalb der USA teurer, weshalb kurzfristig wohl weiterhin mit einem niedrigen Ölpreis zu rechnen ist.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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