Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 08. Kalenderwoche 2015

23. Februar 2015

Heizoelpreis gefallen KW082015

Die Rohölpreise starteten fest in die Woche, da die Exporte aus Libyen und dem Irak rückläufig gewesen sind. Ein Trendwechsel deutete sich zur Wochenmitte an. Die hohen US Ölaufbauten ließen den Ölpreis deutlich sinken, wodurch auch die Heizölpreise deutlich sanken.

Am Montag gab es erneute Meldungen über Angriffe auf die libyschen Ölfelder. Zusätzlich wurde bekannt gegeben, dass der Irak seine Rohöl-Exporte aufgrund einer schlechten Wetterlage drosseln muss. Da sich die größten Abnehmer des Iraks und Libyens auf dem europäischen und asiatischen Markt befinden, stieg der Preis für die Rohölsorte Brent deutlich an.

Es folgten erste Meldungen aus der OPEC über Preisanstiege. Der Ölminister Kuwaits und der Energieminister von Katar gehen davon aus, dass es weitere Preissteigerungen geben wird. Es soll auch die Rede von einem Trendwechsel sein.  Bis zur Wochenmitte sind die Ölpreise und auch die Preise für Heizöl  angestiegen.

Am Mittwoch kam es zum Richtungswechsel an den Ölbörsen. Als Ursache für die sinkenden Öl-Notierungen werden die hohen US Ölbestände gesehen, die momentan auf die sinkende Raffinerieauslastung zurückzuführen ist. Außerdem wurde der Preisunterschied zwischen der amerikanischen Rohölsorte WTI und der europäischen Sorte Brent dadurch größer. Die niedrige Raffinerieauslastung wurde durch den Streik an den neun US Raffinerien verstärkt. Die Gewerkschaft drohte zudem eine Ausweitung des Streiks auf weitere Raffinerien an.  

Die Marktteilnehmer reagierten auf die hohen US-Bestandsdaten mit vermehrten Verkäufen. Es wurde eine Widerstandslinie unterschritten, wodurch automatisch weitere Verkäufe ausgelöst wurden und die Ölpreise am Donnerstag deutlich sanken.
Verstärkt wurde der Abwärtstrend durch die aufgekommenen Gerüchte, dass Saudi-Arabien die Produktion erhöhen und die Preise senken möchte. Zuvor war die Nachfrage nach saudischem Öl gestiegen.

Zum Wochenende wurden die US Ölbestandsdaten des DOE (Department of Energy) veröffentlicht, welche nicht so negativ wie von Händlern und Analysten erwartet ausfielen. Außerdem wurde die Anzahl der aktiven US Förderanlagen nach unten korrigiert. Analysten erwarten einen Rückgang von 1.600 Anlagen im Januar auf 1.000 Anlagen im August.

Zum Wochenende stiegen die Ölpreise wieder deutlich an, wodurch der Heizölpreis ebenfalls stark anstieg. Die Entwicklung des Heizölpreises wurde durch den schwachen Euro zusätzlich verstärkt. Im Vergleich zur Vorwoche befanden sich die Heizölpreise jedoch auf einem niedrigeren Niveau.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise