Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 01. Kalenderwoche 2014

Heizölpreis gefallen - KW01

Das Jahr 2014 startet mit fallenden Heizölpreisen. Insbesondere am Donnerstag gaben die Öl- und Gasölpreise an den internationalen Warenterminmärkten erheblich nach. Damit nähern sich die Heizölpreise bereits jetzt den Tiefstständen aus dem vergangenen Jahr.

Die Woche startete noch mit steigenden Preisen für Heizöl. Auslöser waren die am späten Freitagnachmittag durch das DOE (Department of Energy) veröffentlichten amerikanischen Ölbestände. Die Auslastung der Raffinerien in den USA hatte erneut zugenommen und der Rohölbedarf ist damit einhergehend weiter angewachsen. Trotzdem haben die Vorräte an Heizöl und Diesel abgenommen, was zu Aufschlägen beim Gasölpreis führte.

Das Handelsvolumen um den Neujahrstag war sehr gering, da nur wenige Händler aktiv am Handelsgeschehen teilnahmen. Dabei überwogen aber die Verkaufsimpulse, da es erste Meldungen zur Wiederinbetriebnahme von Produktionsstätten in Libyen gab. Die waren es auch, die zum Jahresstart die Ölpreise unter Druck setzten.

Tatsächlich wurden in Libyen einige Produktionsanlagen wieder eröffnet und das Force Majeure auf Öllieferungen teilweise aufgehoben. Force Majeure ist eine Vertragsklausel, die Schadensersatz für ausfallende Öllieferungen beim Auftreten „höherer Gewalt“ ausschließt. Auf diese höhere Gewalt hat sich die libysche Zentralregierung aufgrund der anhaltenden Blockade der Verladehäfen und Produktionsstätten berufen.

Am Donnerstag ging es für die Ölpreise kräftig bergab. Der steigende Dollarkurs sorgte für erste Verkaufsimpulse, da für Händler außerhalb der USA die in Dollar gehandelten Ölprodukte zunehmend teurer wurden. Sogenannte „stop loss“ Verkäufe, die automatisch einsetzen, wenn der jeweilige Preis unter ein bestimmtes Niveau fällt, verstärkten den Abwärtstrend gemeinsam mit den positiven Nachrichten aus Libyen.

Zum Wochenende erwarten wir nicht, dass die Ölpreise weiter fallen werden. Der Markt wartet auf die offiziellen Daten zu den US Ölbeständen, die vom DOE am späten Freitagnachmittag veröffentlicht werden. In der nächsten Woche sollte das Handelsinteresse dann wieder zunehmen, da die meisten Händler aus dem Urlaub zurück kehren. Wie sich Öl- und Heizölpreise dann entwickeln ist offen. Gerade im Fall Libyens kann sich die Hoffnung schnell wieder in Enttäuschung umkehren, sollte sich der Konflikt zwischen der Zentralregierung und den Stammesmilizen wieder verschärfen.

Ihr Heizöl-Team von TOTAL

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