Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 14. Kalenderwoche 2014

7. April 2014

Heizoelpreis gefallen - KW14

Die Heizölpreise sind in der letzten Woche tendenziell gefallen. Am Freitag kostete Heizöl im Schnitt einen Cent pro Liter weniger als noch am Montag. Grund für den Preisnachlass waren vor allem die Gasöl-Notierungen, die zur Wochenmitte auf ein neues 9-Monats-Tief gefallen sind. Zum Freitag kam es dann aber erneut zu der für die letzten Wochen
typischen Aufwärtsbewegung am Ölmarkt vor dem Wochenende.

Auch in der vergangenen Woche blieben der Krim-Konflikt und dessen weitere Entwicklung im Fokus der Händler. Da der Konflikt zunehmend an Brisanz verloren hat, richtete sich der Blick im Wochenverlauf aber zunehmend auf die tatsächliche Versorgungslage. Die Öl-Nachfrage bleibt durch Wartungsarbeiten an vielen Raffinerien weiter unter Normalniveau.

Positive Nachrichten kamen aus Libyen. Dort scheint tatsächlich Bewegung in den zuletzt festgefahrenen Streit zwischen der Regierung und den Rebellen im Osten des Landes gekommen zu sein. Zwar scheiterten die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien bisher stets kurz vor einer Einigung, doch durch die nun schon lange ausbleibenden Einnahmen steigt der Druck auf beiden Seiten eine Lösung zu finden.

Die Aussicht auf eine Rückkehr der libyschen Öllieferungen sorgte zur Wochenmitte für neue Langzeit-Tiefstände bei den Gasöl-Notierungen. Gasöl ist das an der ICE Futures in London gehandelte Vorprodukt von Heizöl und Diesel und damit unmittelbar für die Höhe der inländischen Heizölpreise verantwortlich. Dementsprechend fielen die Heizölpreise zur Wochenmitte deutlich.

Gebremst wurde die Talfahrt beim Heizölpreis dann aber auch recht schnell durch Verluste beim Eurokurs. Auf der Pressekonferenz zur weiteren Geldpolitik am Donnerstag sorgte EZB Präsident Draghi mit der Andeutung auch Anleihenkäufe in Erwägung zu ziehen für eine Schwächung des Euro.

Zum Wochenende stiegen die Preise an den internationalen Warenterminmärkten wieder an. Da sich die Erwartungen der Händler zur Freigabe der lybischen Verladeterminals bis zum Freitag nicht erfüllt hatten, ging es bei den Ölpreisen wieder nach oben. Mit Blick auf die offenen Verhandlungen in Libyen und den wieder zunehmenden Spannungen mit Russland, wiederholte sich das Bild der letzten Wochen. Die Händler sichern sich vor dem Wochenende gegen Preisrisiken ab und kaufen verstärkt. Die Preise steigen in der Folge.

Wie entwickelt sich der Heizölpreis?

Das weiß natürlich niemand. Positiv könnte sich die Lage in Libyen entwickeln, negative Einflüsse drohen aus der Ukraine bzw. dem Konflikt mit Russland zu kommen. Zudem könnte es am  US Rohölmarkt zu einem gewaltigen Umbruch kommen.

Seit dem Arabischen Ölembargo im Jahr 1973 darf zur Sicherung der amerikanischen Energieversorgung kein Rohöl oder Gas exportiert werden. Dadurch hatte der amerikanische Markt in den letzten Jahren eine Sonderstellung. Mit der steigenden Ölproduktion aus Schiefergestein sowie dem Einsatz von Fracking entsteht eine Überversorgung des amerikanischen Marktes. Die Folge sind deutlich niedrigere Preise, wie man bei WTI erkennen kann. Der Abstand zu Brent betrug zwischenzeitlich über 20 Dollar pro Barrel.

In der Diskussion stehen jetzt auch Rohölexporte. Diese würden das Preisniveau wieder angleichen. Für Gas wurden durch das amerikanische Energieministerim bereits Exportlizenzen vergeben. Der Weg der USA zum Exporteur wäre eine gewaltige Neuerung am Ölmarkt. Die Preise für das europäische Brent und das amerikanische WTI würden sich weiter annähern, wobei der Brent-Preis tendenziell sinken und WTI eher steigen würde.

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