Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 16. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gestiegen - KW16

Der Heizölpreis bleibt angesichts der schweren Krise in der Ukraine im günstigen Bereich. Der Liter Heizöl kostete im bundesweiten Schnitt ca. 80 Cent bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern. Damit stieg der Heizölpreis zwar um etwa einen Cent, liegt aber noch knapp unter dem Vorjahres-Niveau. Neben dem etwas gesunkenen Eurokurs sorgte vor allem
der gestiegene Gasölpreis für Aufschläge bei den inländischen Heizölpreisen.
Die Gasöl-Notierungen an der ICE Futures in London sind in den vergangenen zwei Wochen um über fünf Prozent gestiegen.

Eigentlich hatte sich die weltweite Versorgungslage zum Wochenauftakt mit der Inbetriebnahme eines libyschen Öl-Verladehafen verbessert. Dies geriet jedoch durch die zunehmende Brisanz des Ukraine Konflikts in den Hintergrund. Der Konflikt mit Russland sorgte für einen weiteren Anstieg der im Ölpreis enthaltenen Risikoprämie.

m Osten Ukraine der Ukraine waren am Wochenende ukrainische Spezialkräfte gegen pro-russische Aufständische vorgegangen. Dabei kam es wohl auch zu mehreren Toten und Verletzen auf beiden Seiten. Russland bekräftigte in der Folge seinen Standpunkt, russische Minderheiten in der Ukraine zu schützen.

Dadurch baute sich eine militärische Drohkulisse auf, die nicht nur am Ölmarkt als zunehmend besorgniserregend betrachtet wurde. Die Gefahr eines Bürgerkrieges, an dem sich Russland direkt oder indirekt beteiligt, war durchaus präsent.

Zusätzlich wurde im Wochenverlauf der Eurokurs ein entscheidender Faktor für die Heizölpreisentwicklung. Die EZB macht im Rahmen eines Treffen mit dem Internationalen Währungsfond sehr deutlich, dass man einem hohen Wechselkurs kritisch gegenüber steht. Dadurch würden Exporte teurer, was vor allem die schwächeren Volkswirtschaften der Eurozone belastet.

In den USA bleibt die Rohölversorgung mehr als komfortabel. Die US Rohölbestände verzeichneten den größten Anstieg seit über 10 Jahren. Dies liegt vor allem an der hohen Eigenproduktion aus Schiefergestein im Landesinneren. Durch die Inbetriebnahme neuer Pipelines kann diese Ware besser zu den Raffinerien an der Golfküste transportiert werden. Doch diese Raffinerien können diese Mengen kaum verarbeiten, auch da es sich um leichtes Rohöl handelt, während die Raffinerien auf das schwere zähflüssige ausgelegt sind. Dadurch werden die Lagerbestände auch weiter steigend erwartet.

Trotz der guten Versorgungslage agierten die Händler am Ölmarkt angesichts der Situation in der Ukraine weiter vorsichtig. Vor dem langen Oster-Wochenende wurde eher Ware gekauft als verkauft, um bei einer weiteren Eskalation und damit verbundenen steigenden Ölpreisen keine Verluste zu machen. Die Ölpreise bleiben dadurch auf hohem Niveau und auch die Heizölpreise werden eher steigend als fallend erwartet.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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