Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 17. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gefallen - KW17

Der Heizölpreis ist trotz der schweren Krise in der Ukraine weiter vergleichsweise günstig. Der Liter Heizöl kostete im bundesweiten Schnitt ca. 79 Cent bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern. Damit fiel der Heizölpreis in der vergangenen Woche um etwa einen Cent und liegt damit weiterhin unter dem Vorjahres-Niveau. Der Eurokurs hat sich wenig
verändert, aber die Öl-Notierungen konnten etwas nachgeben.

Die instabile Lage in der Ukraine bleibt der Faktor, der ein nachhaltiges Absinken der Ölpreise verhindert. Der Konflikt scheint festgefahren, da auf positive Nachrichten meist negative folgen. Bereits zum Wochenstart hat die Ukraine den Friedensplan vom letzten Freitag für gescheitert erklärt und die „Anti-Terror-Einsätze“ wieder aufgenommen. Von Russland kam prompt die Drohung, in den Konflikt einzugreifen, sobald Gewalt gegen den russischstämmigen Bevölkerungsteil angewendet würde.

Die zur Wochenmitte veröffentlichten amerikanischen Öl-Bestandsdaten zeigten erneut Aufbauten bei den Rohölbeständen. In den USA ist momentan mehr Rohöl vorhanden, als verarbeitet werden kann. Dies liegt zum einen an der durch noch anhaltende Wartungsarbeiten reduzierten Raffineriekapazität, aber auch an der Art des vorhandenen Rohöls.

Das aus dem Inland stammende und aus Schiefergesteinen gewonnene Rohöl ist eher dünnflüssig, während die meisten amerikanischen Raffinerien auf zähflüssigeres Rohöl ausgelegt sind. Diese Ölsorten müssen weiter importiert werden, während die Bestände des eigen-geförderten Rohöls wahrscheinlich weiter steigen werden. Das ist möglicherweise auch ein Grund, warum die USA im Falle einer Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland das Exportverbot für Öl und Gas lockern wollen bzw. können.

Die Angebotssituation bleibt damit weiterhin sehr komfortabel, während die Nachfrageseite durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China belastet wird. Insgesamt ein Faktor der für fallende Ölpreise sprechen würde, aber durch die risikobehaftete Lage in der Ukraine an Gewicht verliert. Solange der Konflikt in der Ukraine weiter anhält, sollte man nicht mit deutlich nachlassenden Preisen für Heizöl rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Hier finden Sie heizoel.total.de auf Google+

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?