Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 19. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gefallen - KW19

Die Heizölpreise sind bis zur Wochenmitte gesunken und kratzten dabei fast an den Langzeit-Tiefstständen aus dem März. Der Liter Heizöl Cent kostete bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern in einigen Gebieten unter 77 Cent, im bundesweiten Schnitt ca. 78 Cent. Heizöl war damit um etwa fünf Cent günstiger als im Vorjahr und teilweise zehn Cent günstiger
als im Mai 2012. Einzig der Eurokurs bereitet momentan etwas Sorgen. Der
Euro verlor zum Wochenende hin, wodurch die Inlandspreise für Heizöl wieder zulegten.

Für attraktive Heizölpreise sorgte bis zur Wochenhälfte der Eurokurs. Nach positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone stieg der Wechselkurs auf über 1,39 US-Dollar. Am Donnerstag wurde fast die 1,40 Dollar-Marke überschritten, bevor EZB Präsident Draghi den Euro auf Talfahrt schickte.  Draghi signalisierte dem Finanzmarkt, dass aus Sicht der EZB die Inflationsrate in der Eurozone zu gering und der Euro zu hoch bewertet sei. Dem soll ab Juni entgegen gewirkt werden.

Die Aussicht auf umfangreiche Anleihenkäufe nach amerikanischem Vorbild ließ den Eurokurs deutlich einbrechen. Der Euro verlor zum Wochenende bis zu zwei Cent gegenüber dem Dollar.  Der niedrigere Eurokurs verteuert das in Dollar gehandelte Öl und war so für die Preisanstiege zum Ende der vergangenen Woche verantwortlich.

Die Ölpreise behalten grundsätzlich die weiche Tendenz bei. Neben den amerikanischen Rekord-Ölbeständen sprechen auch die unerwartet schlechten chinesischen Konjunkturdaten für ein perspektivisch ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt.
Der Ukraine-Konflikt bleibt der Unsicherheitsfaktor am Ölmarkt. Gerade vor Handelspausen wie Wochenenden oder Feiertagen sichern sich Händler durch strategische Käufe gegen steigende Preise ab und stützen so das Niveau der Ölpreise. Danach folgt meist die Abwärtsbewegung, wenn diese Positionen durch Verkäufe aufgelöst werden.

So war es auch vor dem letzten Wochenende, wo der Ausgang des Referendums in der Ostukraine für Unsicherheit sorgte. Unabhängig vom Ausgang wird vor allem die Reaktion darauf von entscheidender Bedeutung sein. Der Westen und die ukrainische Führung haben bereits angekündigt, das Referendum nicht anzuerkennen. Russlands Präsident Putin forderte die Separatisten zwar auf das Referendum zu verschieben, sprach sich aber nicht grundsätzlich dagegen aus. Sollte Russland eine mögliche Abspaltung der Gebiete im Osten der Ukraine aktiv unterstützen, würden aller Voraussicht nach die Sanktionen des Westens ausgeweitet. Hier liegt das größte Risiko für die weitere Entwicklung der Ölpreise.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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