Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 02. Kalenderwoche 2014

10. Januar 2014

Heizölpreis gefallen - KW02

2014 könnte ein günstiges Heizöl Jahr werden! Zumindest beginnt es so und die Aussichten sind auch nicht schlecht. In der vergangenen Woche fielen die Heizölpreise weiter. Zum Wochenende erreichte der aktuelle Heizölpreis den tiefsten Stand seit fast drei Jahren.

Zum Wochenbeginn sanken die Öl- und Heizölpreise noch als Nachwirkung auf die am letzten Freitag veröffentlichten amerikanischen Ölbestände. Die Rohölbestände fielen zwar erwartungsgemäß, die Produktbestände stiegen jedoch im gleichen Maße. Die Aufbauten bei den Heizöl- und Dieselbeständen sorgten dann auch für sinkende Gasölpreise, dem börsengehandelten Äquivalent zu Heizöl und Diesel.

Im Wochenverlauf fehlten wirklich richtungsweisende Impulse am Ölmarkt. Auf der einen Seite rechnet man in Amerika durch die extreme Kälteperiode mit einem höheren Heizölverbrauch. Dagegen ist das Wetter in Europa ungewöhnlich mild. Der Heizölverbrauch liegt durch die warmen Temperaturen fast 20 Prozent unter dem Verbrauch bei „normaler“ Kälte.

Positiver zu bewerten ist die Situation in Libyen, wo die Ölproduktion deutlich zugenommen hat. Allerdings bleiben wichtige Verladehäfen weiter blockiert, sodass die Exporte nur sehr langsam gesteigert werden können. Die Lage im Südsudan und dem Irak wird genauestens beobachtet und bietet Potenzial für steigende Preise. Bisher kam es jedoch nicht zu einer Beeinträchtigung der Öllieferungen.

Zum Ende der Woche waren es erneut die amerikanischen Ölbestände, die den Heizölpreis auf ein Langzeittief senkten. Das Bild der letzten Woche bestätigte sich, es wird fiel Öl verarbeitet, aber die Produktnachfrage stagniert. Das positive Wirtschaftswachstum könnte die Nachfrage den USA wieder steigen lassen und so die Ölpreise stützen. Entgegenzusetzen ist dem die mögliche Reduzierung von Anleihekäufen durch die FED. Je besser die sich die US  Wirtschaft entwickelt, desto wahrscheinlicher werden geldpolitische Maßnahmen. Der Entzug von Spekulationskapital würde die Ölpreise dann wieder belasten.

Die Versorgungslage bleibt gut. Die für Februar geplante Erhöhung der Rohölförderung in der Nordsee lässt preissenkende Auswirkungen erwarten. Die Konflikte im Südsudan, Irak und Libyen haben jedoch weiterhin preissteigerndes Potenzial, auch wenn derzeit noch keine Ausfälle gemeldet wurden. Besitzer von Ölheizungen sollen die Heizölpreisentwicklung genau beobachten. Dass die Ölpreise bodenlos fallen ist unwahrscheinlich. Zu teuer sind die Techniken zu Förderung. Ab einem bestimmten Ölpreisniveau ist die Förderung nicht mehr lukrativ und das Angebot verknappt sich entsprechend.

Ihr Heizöl-Team von TOTAL

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