Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 21. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gefallen - KW21

Der Heizölpreis befand sich diese Woche kontinuierlich im Aufwärtstrend und lag zuletzt bei rund 81 Cent pro Liter bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern Heizöl. Grund waren vornämlich die politischen Unruhen in der Ukraine und Libyen. Der Euro hingegen hielt relativ konstant sein Niveau und wirkte sich nur gering auf die Heizölpreise aus.

Die anhaltenden Unruhen in der Ukraine festigen die Ölpreise. Vor allem wegen der am Wochenende anstehenden Präsidentschaftswahlen in der Ukraine steht die politische Situation im Fokus. Zuletzt kam es wieder zu Gefechten und Toten zwischen der ukrainischen Armee und pro-russischen Aktivisten. Die USA und die EU sehen die Wahl als womöglich letzte Chancen einen Bürgerkrieg in der Ukraine zu umgehen.

Russlands Präsident Putin hat zu Beginn der Woche eingelenkt und einen Abzug der Truppen von der Grenzregion zur Ukraine angeordnet. Sollte sich die Situation jedoch weiter verschlechtern, könnte dies auch Einfluss auf die Energielieferungen aus Russland in die EU haben.

Die politische Lage in Libyen eskaliert zunehmend. Zu Beginn der Woche entspannte sich die Situation kurzfristig durch die Nachricht, dass ein Ölfeld wieder geöffnet wurde. Die Produktionsmengen bleiben jedoch gering und wirkten sich nicht relevant auf die Ölpreise aus.
Währenddessen kamen aus der Hauptstadt Tripolis und Bengasi Nachrichten von neuen Gefechten. Truppen eines ehemaligen Generals haben das Parlament gestürmt. Die Regierung forderte daraufhin diese eher flehend auf, die Stadt zu verlassen.

Aufgrund der instabilen Sicherheitslage reduzieren bereits einige Mineralölunternehmen, darunter auch Total, das Personal vor Ort. Für Juni wurden in Libyen Neuwahlen angesetzt, der Versuch einen Bürgerkrieg und weitere Gefechte zu verhindern. Die Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten und zu beobachten.

Die aus den USA offiziell veröffentlichten Öl-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) wirkten sich zum einen preistreibend auf die Ölpreise, aber auch preissenkend auf die Gasölpreise aus. Bei den Vorräten an Rohöl wurden massive Abbauten verzeichnet. Begründet wurde der starke Abbau vorrangig mit dem Rückgang der Importe. Auf die Veröffentlichung folgte eine ansteigende Reaktion der Ölpreise.

Hingegen verzeichnet das DOE einen Aufbau der Ölprodukte, wie Benzin und Diesel, was sich wiederum preissenkend auf die Gasöl-Notierungen auswirkte. Vor Beginn der Sommersaison und somit der offiziellen Fahrsaison in den USA wurden die Bestände erhöht um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

Öl soll zukünftig auch vermehrt aus dem Nahen Osten kommen. Die autonome Region Kurdistan im Norden des Irak hat eine Pipeline gebaut, um die Ölexporte auszuweiten. Diese ist bereits seit Beginn des Jahres in Betrieb, Exporte blieben bisher jedoch aus. Die irakische Regierung hatte diese bis auf weiteres unterbunden und behält sich das alleinige Recht auf den Ölexport vor. Die Pipeline endet in der türkischen Hafenstadt Ceyhan und wird dort gelagert. Die Lagerkapazitäten sind bereits ausgeschöpft. Die türkische Regierung hat nun ohne Zustimmung des Iraks mit dem Export begonnen.

Die aktuelle Marktlage lässt bis auf weiteres auf keine positive Entwicklung der Heizölpreise schließen. Vor allem die Entwicklungen in Libyen und der Ukraine werden auch in naher Zukunft die Preise beeinflussen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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