Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 22. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gleich bleibend - KW22

Nach einigen leichten Preisschwankungen im Verlauf der Woche hat sich der Heizölpreis zum Ende hin bei knapp über 80 Cent pro Liter eingependelt. Die Berechnung beruht auf dem Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Litern Heizöl. Der Preis für Heizöl liegt diese Woche aber eher im Abwärtstrend. Der Euro blieb im Vergleich zum Dollar
konstant und zeigte kaum Veränderungen.

Auch in dieser Woche wirkten sich vor allem politische Themen und Nachrichten auf die Ölpreise aus. Die am letzten Wochenende stattgefundenen Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wurden zwar als Erfolg verbucht, führten in den letzten Tagen jedoch nicht zu einer deutlichen Entspannung der Lage.

Die ukrainische Armee liefert sich mit Separatisten im Osten der Ukraine immer wieder neue Gefechte, bei denen es erneut zu Toten kam. Der neue ukrainische Präsident Poroschenko kündigte an, vor allem die Grenzregionen zu Russland stärker in politische Dialoge einzubinden und so die politische Situation zu entspannen. Ein Erfolg blieb bisher aus.

Der Fokus bleibt auf Russland gerichtet. Es werden neue Gespräche zum Thema Gaslieferungen aus Russland erwartet. Derzeit wird Europa über Pipelines durch die Ukraine mit Gas aus Russland versorgt. Russland droht diese Lieferungen einzustellen, sollte die Ukraine nicht pünktlich zahlen. Zudem wird eine deutliche Preiserhöhung nach dem Regierungswechsel in der Ukraine von Gas für die Ukraine erwartet. Ein Stoppen der Versorgung mit Gas hätte nicht nur großen Einfluss auf die Versorgungslage in der Ukraine, auch Europa ist von Russland abhängig. Ein Ausbleiben der Lieferung würde die Ölpreise an den Börsen stützen.

Auch die politische Situation in Libyen bleibt angespannt. Im Laufe der Woche wurde immer wieder von neuen Gefechten mit Rebellen berichtet. Milizen hatten das Parlament besetzt. Am Montag wurde ein neuer Premierminister gewählt. Bei der Wahl kam es jedoch zu etlichen Ungereimtheiten, was erneute Gefechte auslöste. Der bisherige Minister erhebt weiterhin Anspruch auf seinen Posten. Libyen droht weiterhin ein Bürgerkrieg.

Mit Ölexporten aus Libyen ist mittelfristig nicht zu rechnen. Derzeit kann das nordafrikanische Land gerade seinen Eigenbedarf an Öl decken. Etliche Ölhäfen bleiben weiter von Rebellen blockiert.

In den USA wurden die aktuellen Öl-Bestandsdaten veröffentlicht. Wie zuvor erwartet sind starke Abbauten bei den Produkten wie Benzin zu verzeichnen. Die Ursache liegt hier bei der am Montag begonnenen Fahrsaison und der damit verbundenen hohen Nachfrage nach Kraftstoff. In den kommenden Wochen wird nochmals mit einem starken Nachfrageanstieg gerechnet. Desweiteren wurden die Importe aus den USA erhöht. Die Rohölbestände konnten hingegen ausgebaut werden. Die Daten wirkten sich insbesondere stützend auf die Ölpreise an der New Yorker Warenterminbörse NYMEX aus.

Auf Grund des Memorial Days am vergangenen Montag und Himmelfahrt am gestrigen Tag blieben die Handelsbewegungen an den Warenterminbörsen relativ gering und ruhig. Der Heizölpreis bewegt sich schon seit längerer Zeit seitwärts, jedoch leicht über den Tiefstständen dieses Jahres. Viel Bewegung erwarten wir auch in der kommenden Woche nicht.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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