Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 23. Kalenderwoche 2014

6. Juni 2014

Heizoelpreis gefallen - KW23

Diese Woche überwog die Abwärtsbewegung der Öl- und Heizölpreise. Die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstagnachmittag stoppte jedoch den Trend und stütze die Preise. Der Euro behielt im Verhältnis zum US-Dollar weitestgehend sein Niveau bei und wurde zum Ende der Woche auf 1,365 US-Dollar festgesetzt. Ein Liter Heizöl kostet aktuell durchschnittlich 79 Cent
bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern.

Die EZB Bekanntgabe zu weiteren expansiven Maßnahmen stand im Fokus der Marktteilnehmer. Analysten gingen bereits von einer erneuten Leitzinssenkung aus, was EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag bestätigte. Der Leitzins erreicht damit ein Rekordtief von 0,15 %. Zusätzlich wurden erstmals negative Einlagenzinsen verordnet. Ziel ist die Förderung der Konjunktur und das Verhindern einer Deflation. Kritiker gehen jedoch davon aus, dass die Maßnahmen wenig Wirkung zeigen werden. Die EZB schließt nicht aus, in naher Zukunft weitere expansive Maßnahmen einzuleiten.

Händler spekulieren dagegen auf eine Erhöhung des Wirtschaftswachstums, was zu einer steigenden Nachfrage nach Öl führen würde und die Ölpreise daher stützt.

Die Gasverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine waren diese Woche erneut eines der bedeutenden Themen. Es kam bisher noch zu keiner abschließenden Einigung. Russland hatte Lieferungsstopps angedroht, sollte die Ukraine ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. In Zusammenarbeit mit der EU wurden Zahlungspläne erarbeitet. Ein Lieferstopp konnte bisher verhindert werden. Am Donnerstag drohten die führenden Wirtschaftsnationen G7 erneute Sanktionen gegen Russland an, sollte der Ukraine keine Liefergarantie gewährt werden. Zusätzlichen fordern die G7 eine stärkere Zusammenarbeit Russlands mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko.

Die Ölbestandsdaten aus den USA zeigen keinen Richtungswechsel. Die WTI-Rohölbestände im Hauptumschlagsplatz Cushing, Oklahoma nähern sich dem operativen Minimum, wohingegen die Produkte Bestandszunahmen verzeichnen können. Die Raffinerien laufen derzeit annähernd auf der maximalen Auslastung um die erwartete hohe Nachfrage nach Benzin zu befriedigen. Die geringen Rohölbestände lassen die WTI-Notierungen steigen. Bei Brent und Gasöl begrenzt sich die Wirkung durch die Reduzierung der Ölimporte und die insgesamt geringer als erwartet ausgefallene US-Nachfrage in der letzten Woche.

Das aktuelle Niveau der Heizölpreise wird vor allem durch die Entscheidungen der EZB zu geldpolitischen Maßnahmen und der Entwicklung der Situation zwischen Russland und der Ukraine gestützt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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