Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 24. Kalenderwoche 2014

16. Juni 2014

Heizoelpreis gestiegen - KW24

Die Heizölpreise befanden sich in dieser Woche deutlich im Aufwärtstrend und sind durch Unruhen im Irak auf hohem Niveau aus der Handelswoche gegangen. Der Fokus der ververgangenen Woche lag klar auf der instabilen Lage im Irak und auf dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Nach der EZB-Zinsentscheidung in der vergangenen Woche
schwächelt der Euro gegenüber dem Dollar. Durchschnittlich 82 Cent pro
100 Liter kostet Heizöl aktuell bei einer Abnahmemenge von 3000 Liter. Die
Tendenz für die kurzfristige Preisentwicklung deutet weiter nach oben.

Die Notierungen für Öl an den Warenterminwochen wurden in der letzten Woche weitestgehend von der Krise im Irak bestimmt. Die Terrorgruppe „Isis“ (Islamischer Staat im Irak und in Syrien) befindet sich auf dem Vormarsch im Irak und hat bereits große Städte, darunter die Millionenstadt Mossul, eingenommen. Derzeit befindet sich die Terrorgruppe auf dem Vormarsch nach Bagdad. Ziel ist die Errichtung eines islamischen Kalifats auf dem Territorium des Iraks und Syriens. Die aktuelle Entwicklung destabilisiert das Land. Beobachtern zu Folge ist die irakische Armee stark überfordert.

Durch die Kämpfe wird ein Ausfall der Öl-Exporte aus dem Irak befürchtet. In den bereits eingenommen Städten befinden sich die größten Raffinerien des Landes. Kurdische Milizen haben zudem die instabile Situation des Iraks ausgenutzt und haben die Ölfelder im Norden in eigene Hand gebracht und besetzt. Der Irak exportiert momentan 2,5 Mio. Barrel pro Tag, die OPEC hat hingegen lediglich eine Reservekapazität von 2 Mio. Barrel pro Tag. Folglich kann die OPEC ein Ausfallen der irakischen Exportmengen nicht ausgleichen. Marktteilnehmer reagieren auf die Angst vor einer Versorgungslücke durch eine hohe Risikobewertung und dementsprechend hohen Risikoprämien. Die Notierungen für Öl sind daraufhin stark gestiegen.

Neben der Irak-Krise beeinflusst auch der Gaskonflikt zwischen Russland und der Ukraine weiterhin die Entwicklung der Roh- und Heizölpreise. Der Vorstandsvorsitzende von Gazprom kündigte zuletzt an, dass keine weiteren Verhandlungen geführt würden und das Ultimatum für die Begleichung der ausbleibenden Zahlungen auf Montag festgesetzt wird. Sollte bis dahin kein Geld aus der Ukraine eingetroffen sein, werde man die Gaslieferungen aus Russland einstellen.

Vergangene Woche erschienen auch monatliche Reporte zur Nachfrage-Prognose. Nach aktuellen Prognosen wurde die Nachfrage nach Öl nach oben korrigiert. Die Berichte deuten insgesamt auf eine knappere Versorgungslage hin. Der steigende Bedarf soll auch mit Öl aus dem OPEC gedeckt werden, was die Reservekapazität weiter sinken ließe. Prognosen zu Folge sollen die Ölpreise im Vergleich zum aktuellen Niveau in der zweiten Jahreshälfte jedoch sinken.

Aufgrund der angespannten Situationen im Irak und der Ukraine bleiben die Heizölpreise fest und werden auch zu Beginn der kommenden Woche voraussichtlich steigen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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