Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 26. Kalenderwoche 2014

27. Juni 2014

Heizoelpreis gefallen - KW26

Die Irakkrise hat weiterhin großen Einfluss auf die Entwicklung der Rohöl- und Heizölpreise. Während sich die Rohölnotierungen hauptsächlich im Aufwärtstrend bewegten, gab der Heizölpreis zum Ende der Handelswoche leicht nach. Durchschnittlich kosten 100 Liter Heizöl aktuell 81,60 €, auf eine Abnahmemenge von 3.000 Liter bezogen. Der Euro
wurde am Freitag auf 1,3625 US-Dollar festgesetzt, nachdem er über die Woche gesehen einigen Kursschwankungen unterlegen war.

Im Fokus der Marktteilnehmer steht immer noch die Irakkrise. Die islamistische Terrorgruppe ISIS ist weiter auf dem Vormarsch. Die Lage bleibt instabil, hat sich zuletzt aber nicht sichtlich verschlechtert. Die Risikoprämien, die pro Barrel Brent eingepreist werden, wurden bereits reduziert. Analysten rechnen damit, dass diese weiter sinken könnte, sollte sich die Lage nicht drastisch verschlechtern. Bisher sind die Ölfelder im Süden des Iraks nicht von den Kämpfen betroffen. Am Donnerstag gab der irakische Ölminister bekannt, dass die Exporte sogar kurzfristig gesteigert werden können.

In den USA kam es zu Lockerungen bei den Exportverboten für Erdgas und Rohöl. Seit den 70er Jahren sind diese verboten. Die US Regierung ist zuletzt unter Druck geraten und hatte bereits letzte Woche einem Unternehmen den Export von Erdgas zugesagt. Nun kommen zwei weitere Unternehmen hinzu, die künftig ein ultraleichtes Rohöl (Destillat) exportieren dürfen. Durch die gestiegene Förderung aus Schiefergestein sind die Bestände dieses sehr flüssigen Rohöls stark angestiegen. Viele US-Raffinerien können leichte Rohölsorten jedoch nicht verarbeiten.

Analysten hoffen mit den Rohölexporten auf eine Entspannung der globalen Versorgungslage, insbesondere wenn auch andere Qualitätsstufen zum Export freigegeben werden. Sollte es zu einer kompletten Aufhebung des bestehenden Exportverbotes kommen, werden für das amerikanische WTI Öl steigende Preise am Markt erwartet. Der Preisunterschied, genannt Spread, zwischen der amerikanischen Rohölsorte WTI und der europäischen Referenzsorte Brent würde sich deutlich verringern.

Für die kommende Handelswoche ist mit keiner drastischen Preisentwicklung zu rechnen, sollten sich die Krisenherde Irak und Ukraine nicht weiter destabilisieren. Die Preise für Heizöl werden wahrscheinlich vorerst auf hohem Niveau bleiben.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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