Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 28. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gefallen - KW28

Die Heizölpreisentwicklung hat sich in dieser Handelswoche nach unten orientiert. Derzeit kosten 100 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 79,50 Euro bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern Standardheizöl. Das entspricht gut einem Euro pro 100 Liter Heizöl weniger als eine Woche zuvor. Ausschlagegebend für die Preissenkung ist die positive Entwicklung
in Libyen. Der Euro-Dollar-Wechselkurs hält sein Niveau bei und liegt am Freitag bei 1,3595 US-Dollar.

Die gestiegenen Rohöl Förder- und Exportmengen in Libyen wirkten sich bis Freitag positiv auf die Ölpreise aus und ließen sich durchweg sinken. Bereits am vergangenen Wochenende wurde vermeldet, dass zwei wichtige Ölhäfen offiziell freigegeben wurden und entsprechende Tanker wieder gebucht werden können. Man rechnet mit einem Verfünffachen des Exportvolumens in naher Zukunft. Mitte der Woche wurden bekannt gegeben, dass das größte Ölfeld Sharara wieder in Betrieb genommen wird, nachdem es lange Zeit blockiert wurde. Marktteilnehmer rechnen durch die fortlaufende Entspannung mit der Rückkehr Libyens als nennenswerten Ölversorger.

Die Sicherheitslage im Irak hat sich nicht sichtlich verschärft. Die Kämpfe zwischen dem irakischen Militär und der Terrorgruppe ISIS halten an, beschränken sich aber weiterhin nur auf den Norden. Damit sind die wichtigen Ölanlagen im Süden des Landes nicht von den Kämpfen bedroht.

Die halbautonome Region Kurdistan im Norden des Iraks plant ein Referendum über die Unabhängigkeit vom Irak. Mit der Unabhängigkeit Kurdistans könnten die Ölexporte aus der Region zunehmen. Über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline wird bereits seit Anfang des Jahres Öl nach Ceyhan transportiert und dort verladen. Die irakische Regierung sieht die Exporte unterdessen als illegal an. Es kam immer wieder zu Anschlägen auf die Pipeline. Durch die Unabhängigkeit Kurdistans würden die unklaren Rechtmäßigkeiten aufgehoben und das Öl könnte legal exportiert werden.

Der Bedarf an Öl aus dem OPEC Kartell wurde vom amerikanischen Institut EIA nach unten korrigiert. Man gehe davon aus, dass das Ölangebot aus Nicht-OPEC-Ländern schneller steigen wird als die Nachfrage. Analysten sehen eine entspannende globale Versorgungslage. Das Niveau der Heizölpreise sollte ohne Veränderung der aktuellen Nachrichtenlage auch in der kommenden Woche günstig bleiben.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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