Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 32. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gestiegen - KW32

Der Trend der letzten Wochen geht auch diese Woche weiter. Bis zur Wochenmitte war die Tendenz der Ölpreise eher sinkend. Zum Wochenende hin jedoch stiegen die Preise wieder deutlich an. Der Eurokurs ist unter anderem wegen der positiven US-Konjunkturdaten zeitweise auf ein 9-Monatstief gesunken und hat damit einen
ausschlaggebenden Beitrag zu den höheren Heizölpreisen vor
dem Wochenende geleistet.

Beurteilt man den Ölmarkt anhand der physisch verfügbaren Mengen, spricht alles für niedrige Ölpreise. Das Angebot ist mehr als ausreichend, Produzenten haben teilweise Probleme Abnehmer für das Rohöl zu finden. Libyen plant beispielsweise den überfüllten Tanklagern durch Ankurbelung der Exporte ein Ende zu setzen. Bisher fehlen jedoch noch die entsprechenden Abnehmer. Die globale Nachfrage ist außerdem etwas zurückgegangen. In Summe würde das theoretisch für sinkende Rohölpreise an den Börsen sprechen.

Zum Wochenende wurde der Ölpreis aber wieder von den geopolitischen Risiken bestimmt. Aus den USA kamen überwiegend positive Konjunkturdaten, die dem Dollar Auftrieb gaben. Aus Europa dagegen kamen eher enttäuschende Konjunkturdaten. Diese Konstellation verteuerte das in US-Dollar gehandelte Rohöl an den Börsen für europäische Käufer.

Bereits am Montag geriet der Ukraine-Konflikt wieder in den Fokus, als bekannt wurde, dass Kiew angeblich Raketensysteme in der Nähe von der Stadt Donezk installiert haben soll, die von russischen Separatisten besetzt wurden. Außerdem verhängte Russland weitere Sanktionen gegen die EU und USA.

Einerseits könnten die Rohölexporte aus Russland unter den Sanktionen leiden und die gute Versorgungslage gefährden, andererseits könnten die Sanktionen das Wirtschaftswachstum einzelner Nationen einschränken und für eine niedrigere Nachfrage sorgen. Der langfristige Effekt auf die Ölpreise ist also kaum vorhersehbar.

Am Freitag wurde bekannt, dass US Präsident Obama die Genehmigung erteilt haben soll, die irakischen Truppen mit Luftangriffen gegen die Terrororganisation IS zu unterstützen. Diese konnte am Donnerstag überraschend in den Norden des Iraks vordringen. Man befürchtet dadurch eine Gefährdung der Ölproduktion des Landes.

Trotz der sehr guten globalen Versorgungslage sind die Heizölpreise zum Wochenende kräftig gestiegen. Der schwache Euro und die geopolitischen Risiken, die aktuell vom Ukraine-Konflikt und dem Irak ausgehen, bestimmen das hohe Heizölpreisniveau.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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