Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 34. Kalenderwoche 2013

23. August 2013

Heizölpreis steigend KW 34

In der vergangenen Woche setzte sich der Aufwärtstrend beim Öl- und Heizölpreis fort. Die Konflikte im Nordafrikanischen Raum waren dafür immer noch ausschlaggebend. Vor allem die andauernde Lieferunterbrechung für libysches Rohöl belastet den Ölpreis für die europäische Referenzsorte Brent.

Über die Hälfte der libyschen Öllieferungen sind in den vergangenen Wochen weggefallen. Das belastet nicht nur den Ölpreis, es schürt durch die fehlenden Einnahmen Konflikte innerhalb Libyens. Erste gewaltsame Aktionen gegen die streikenden Arbeiter der Ölindustrie sowie die Ankündigung die Blockade der Ölhäfen auch gewaltsam zu beenden brachte zusätzliche Verunsicherung in die Märkte und ließ den Risikoaufschlag beim europäischen Rohöl weiter in die Höhe klettern. Dadurch vergrößerte sich der Abstand zur amerikanischen Referenzsorte WTI, die zum Ende der Woche über fünf Dollar günstiger gehandelt wurde als das europäische Pendant.

Zwar scheint sich die Lage in Libyen jetzt etwas zu entspannen, die durchweg positiven Wirtschaftsdaten lassen Händler jedoch wieder spekulieren, der Ölverbrauch würde in den letzten Monaten dieses Jahres deutlicher zunehmen als zuvor prognostiziert. Das ist fraglich, gerade weil mit zunehmender Wirtschaftsleistung die Beibehaltung der ultra-lockeren Geldpolitik der Zentralbanken in Frage gestellt wird. Deren Beendigung hätte massive Auswirkungen sowohl auf Finanz- und Warenterminmärkte, als auch auf die Realwirtschaft.

Der Euro erreichte diese Woche ein neues Langzeithoch, konnte dieses aber nicht lange halten. Bleibt noch festzuhalten, dass die aktuellen Heizölpreise  zwar vergleichsweise hoch sind, aber immer noch deutlich günstiger als ein Jahr zuvor.

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