Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 39. Kalenderwoche 2013

27. September 2013

Heizölpreis gefallen - KW 39

Der Abwärtstrend der Öl- und Heizölpreise hat sich auch in der letzten Woche fortgesetzt. Grund dafür ist die bessere Versorgungslage am Ölmarkt einhergehend mit reduzierten geopolitischen Risiken. Das Niveau der Heizölpreise ist bereits ähnlich günstig, wie zu Beginn des Sommers.

Die aktuell Lage am Ölmarkt lässt sich wie folgt beschreiben: bessere Rohöl-Verfügbarkeit, geringere Rohöl-Nachfrage. Der nachgebende Ölpreis ist die logische Folge. Es gibt zwar immer wieder kurze Gegenbewegungen, der Trend erscheint aber eindeutig.

Auf der Angebotsseite gab es zuletzt nur gute Nachrichten. In Libyen einigte sich die Regierung mit den streikenden Ölarbeitern und die Ölexporte laufen wieder an. In Nigeria wurden wichtige Pipelines wieder in Betrieb genommen und auch im Irak wird die Förderung in bestehenden und neuen Ölfeldern weiter ausgebaut.

Auf der Nachfrageseite ist das Ende der US Fahrsaison und die danach einsetzenden Wartungsarbeiten an den Raffinerien das bestimmende Thema. Da die Raffinerien durch die Wartung weniger Rohöl verarbeiten können, sinkt die Nachfrage entsprechend.

Viele Analysten sehen mittelfristig weiteres Abwärtspotenzial bei den Ölpreisen. Insbesondere die Wiederaufnahme der Gespräche zum Atomstreit mit dem Iran wird am Markt genau beobachtet. Sollte es gelingen sich zu einigen, könnten die Sanktionen gegen iranische Ölexporte beendet werden. Das würde den Ölpreis weiter unter Druck setzen.

Ob sich der Heizölpreis in der nächsten Woche weiter reduziert ist indes ungewiss. Einerseits könnte der amerikanische Haushaltsstreit den Dollar weiter unter Druck setzen. Der dadurch festere Euro würde sich günstig auf die Heizölpreise auswirken. Andererseits bedeutet ein schwächerer Dollar auch günstigere Konditionen am Ölmarkt und würde sich damit tendenziell preistreibend auf die Ölpreise auswirken.

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