Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 40. Kalenderwoche 2014

6. Oktober 2014

Heizoelpreis gefallen - KW40

In der vergangenen Woche sind die Heizölpreise wieder gesunken. Heizöl kostet im bundesweiten Schnitt bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern ca. 78 Cent pro Liter. Ursächlich für den Rückgang der Heizölpreise war der weitere Preisverfall beim Rohöl und Gasoil. Der Preis für den europäischen Ölpreis-Index Brent sank im Wochenverlauf um fast 5
US-Dollar. Der Preis für ICE Gasoil sank sogar über 30 Dollar. Sorgenkind
bleibt dagegen der Euro, der im Wochenverlauf bis auf 1,2510 US-Dollar gesunken ist.

Der Eurokurs sank schon zu Wochenbeginn bis auf 1,2664 US-Dollar, dem tiefsten Stand seit November 2012. Auslöser war Daten zum US Bruttoinlandsprodukt (BIP), das auf Jahressicht um 4,6 Prozent gestiegen ist und damit die Erwartungen übertraf. Im Gegensatz dazu sind die Aussichten für die Eurozone eher schlecht. Neben einer niedrigen Inflationsrate  schwächelt auch die konjunkturelle Entwicklung. Dadurch erhöht sich der Druck auf die EZB, ihre Geldpolitik locker und das Zinsniveau niedrig zu halten.

Der Preis für Gasoil an der europäischen Warenterminbörse ICE sank zur Wochenmitte auf den niedrigsten Stand seit Januar 2011. Auslöser waren Daten zur amerikanischen Konjunktur, die unter den Erwartungen der Analysten lagen. Nach den enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und China hatte man am Markt die Hoffnung, dass zumindest in den USA bei der konjunkturellen Entwicklung und damit auch bei der Ölnachfrage mit einem robusten Wachstum gerechnet werden kann.

Kurz vor dem Wochenende sorgt OPEC Mitglied und weltgrößter Öl-Produzent Saudi-Arabien für weiter sinkende Öl-Notierungen. Saudi-Arabien senkte die Öl-Verkaufspreise für den November unerwartet deutlich. Händler sehen das als klares Signal für die Bemühungen Saudi-Arabiens Marktanteile zu sichern. Dies könnte innerhalb der OPEC zu einem Preiskampf führen. Länder wie Libyen oder der Irak haben zuletzt ihre Produktion erhöht und versuchen mit günstigen Preisen Abnehmer für ihr Öl zu finden.

Analysen sehen das als Anzeichen, dass die OPEC Kartell-Mitglieder unter Umständen nicht mehr geschlossen handeln. Länder wie Irak, Iran, Libyen und auch Kuwait haben in den vergangenen Monaten ihre Produktion erhöht und mit günstigeren Preisen andere Anbieter verdrängt. Der überraschend hohe Preisnachlass seitens Saudi-Arabiens lässt daher darauf schließen, dass die Produktion nicht weiter gedrosselt werden soll.

Angesichts der ohnehin guten Versorgungslage ein gutes Signal für Autofahrer und Besitzer von Ölheizungen. Der Ölpreis sollte unter diesen Umständen sein vergleichsweise günstiges Niveau vorerst halten können. Nur der schwächelnde Euro verhindert momentan neue Tiefststände bei den Heizölpreisen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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