Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 41. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis steigend KW 41

Der Abwärtstrend bei den Öl- und Heizölpreisen scheint vorerst beendet zu sein. Grund sind in erster Linie die zuletzt wieder gestiegenen Ölpreise. Insbesondere die europäische Referenzsorte Brent legte deutlich zu. Der Preisanstieg beim amerikanischen Rohöl WTI verlief dagegen relativ moderat. Dadurch befindet sich der Preisabstand beider Sorten derzeit auf
einem 4-Monatshoch. Aber auch die gestiegene Inlandsnachfrage zum Beginn der Heizsaison spielt beim Anstieg der Heizölpreise eine Rolle, wenn auch eine weniger bedeutende. Die steigende Nachfrage und die damit einhergehende geringere Verfügbarkeit von Heizöl, wirkt sich jedoch stark auf die Lieferzeiten aus.

Der Anstieg der Ölpreise in der letzten Woche verlief weitgehend losgelöst von der aktuellen Versorgungslage am Ölmarkt. Diese kann immer noch als entspannt bezeichnet werden. Der deutliche Preisrückgang in den letzten Wochen sorgt jedoch dafür, dass Spekulationen zunehmen. Schon der kurzfristige Stromausfall an einer kanadischen Pipeline kann zu Kaufimpulsen am Ölmarkt führen. Ebenso das veröffentlichte Fed Protokoll aus dem hervorging, dass unerwartet viele Notenbänker für eine Fortführung der Niedrigzinspolitik gestimmt haben. Händler erwarten nun, dass auch beim nächsten Meeting der Notenbank keine Reduzierung des Anleihen-Kaufprogramms bzw. keine Anhebung der Zinssätze beschlossen wird. Die Verfügbarkeit von viel billigem Geld macht risikoreiche Anlageprodukte wie Öl attraktiver und führt zu steigenden Ölpreisen.

Ein langfristiger Aufwärtstrend der Öl- und Heizölpreise zeichnet sich aktuell nicht ab. Bis auf den erneuten Ausfall der Trans Niger Pipeline ist die physische Verfügbarkeit von Rohöl bisher kaum beeinträchtigt worden. Die Verfügbarkeit von Nordseeöl wird im November steigen und die Ölvorräte in den USA befinden sich auf Rekordniveau. Die Auswirkungen des Haushaltsstreits auf die konjunkturelle Entwicklung der USA und der damit verbundenen Ölnachfrage können bisher kaum beziffert werden. Unser Tipp: planen Sie längerfristig. Die aktuellen Heizölpreise befinden sich über zehn Prozent unter Vorjahresniveau. Die Lieferzeiten können sich bei zunehmender Nachfrage oder schlechteren Witterungsverhältnissen noch weiter verlängern.
 

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