Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 42. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis gleich bleibend - KW 42

In der vergangenen Woche gab es nur wenig Bewegung bei den Heizölpreisen. Bis zur Wochenmitte herrschte große Unsicherheit an den Märkten, da eine Einigung im US Haushaltsstreit auf sich warten ließ. Händler agierten dementsprechend vorsichtig. Nach der Anhebung der Schuldengrenze stiegen die Öl- und Heizölpreise wie erwartet an. Allerdings
verpuffte der Effekt sehr schnell. Zum Wochenende sanken Aktienkurse, Dollar und die Ölpreise bereits wieder.

Die Aufwärtsbewegung der Ölpreise fand bereits am Montag ein Ende. Die für das letzte Wochenende erhoffte Einigung im US Haushaltsstreit ließ auf sich warten. Der Ölpreis gab wieder nach und auch der Euro konnte gegenüber dem Dollar zulegen. Am Ölmarkt herrschte Verunsicherung. Es schien nicht mehr ausgeschlossen, dass die Republikaner ihre Blockadehaltung nicht aufgeben und die USA in die Zahlungsunfähigkeit treiben. Dies hätte enorme negative  Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft mit sich gebracht.

Nach der Einigung in den USA stiegen die Ölpreise erwartungsgemäß wieder an. Der preistreibende Effekt war jedoch von kurzer Dauer. Die Angebots- und Nachfragesituation rückt wieder in den Fokus der Händler. Erneute Aufbauten bei den US Rohölbeständen und die Prognose eines milden Winters in den USA deuten neben dem schwachen Wirtschaftswachstum auf eine stagnierende Nachfrage hin.

Auf der Angebotsseite fürchten einige Händler einen positiven Ausgang der Atomgespräche mit dem Iran. Sollten die Sanktionen beendet werden, könnte der Iran für einen Preisrutsch am Ölmarkt sorgen. Bis zum Jahresende wird sich der Lagerbestand des Iran auf über 100 Mio. Barrel erhöhen. Diese Mengen können bei einem Ende der Sanktionen über Tanker sehr schnell in den Export gelangen. Die Folge wären deutlich sinkende Ölpreise.

Viele Analysten sehen daher noch Abwärtsspielraum bei den Ölpreisen. Die amerikanische Ölsorte WTI befindet sich immer noch nahe der historischen Höchststände, obwohl die Produktion in Amerika aufgrund neuer Fördermethoden stetig steigt und die Unabhängigkeit von Rohölimporten angestrebt wird. Einige Analysten rechnen mit einem Ölpreis weit unter der 100 Dollar Marke. Für die kommende Woche erwarten wir keine großen Preissprünge beim Heizöl. Mittelfristig spricht viel für günstige Heizölpreise, gerade im Vergleich mit den beiden Vorjahren.

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