Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 44. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis steigend KW 44

In der letzten Woche stiegen die Heizölpreise täglich. Insgesamt befindet sich der Heizölpreis zwar immer noch weiter unter dem Niveau vom Vorjahresmonat, aber der Tiefststand vom letzen Freitag ist aktuell ebenso weit entfernt. Dabei war die Entwicklung in Amerika und Europa grundverschieden. Amerikanisches Öl bleibt günstig, europäisches Öl wurde
deutlich teurer. Der Abstand beläuft sich mittlerweile auf über 13 Dollar pro Tonne.

Vor allem die im Vergleich zur Vorwoche gestiegenen Gasöl-Notierungen waren für den Anstieg der Heizölpreise verantwortlich. Der wiederholte Ausfall libyscher Öllieferungen und eine erhöhte Nachfrage nach Diesel und Heizöl in den USA ließen den Preis wieder ansteigen.

Gasöl wird in London an der International Petroleum Exchange (IPE) gehandelt und ist das Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Der dort gebildete Gasölpreis ist der wichtigste Indikator für die inländischen Heizölpreise. Fiel der Gasölpreis zum Ende der letzten Woche auf 910 Dollar pro Tonne, so stieg er im Laufe dieser Woche auf fast 940 Dollar pro Tonne an. Da der Euro gleichzeitig gegenüber dem Dollar an Wert verlor, hat sich der Preis in Euro pro Tonne noch deutlicher erhöht.

Das amerikanische Amt für Energiestatistik (EIA) meldete eine rückläufige Ölförderung der OPEC für Oktober. Begründet wird dies mit den Unruhen in Libyen, welche die Produktionen immer wieder stocken lassen. Die Produktion in Saudi-Arabien ist ebenfalls leicht zurückgegangen. Hier wird von einer Anpassung an die niedrigere Nachfrage durch Wartungsarbeiten an den Raffinerien ausgegangen.
 
Dadurch ist Rohöl in Europa kurzzeitig knapper, wodurch das Preisniveau bei der Ölsorte Brent steigt. Insgesamt gibt es global jedoch immer noch eine ausreichende Versorgung. Die Produktionsausfälle werden voraussichtlich nicht längerfristig bestehen.

Im Iran steigt die Produktion aktuell wieder an. Man bereitet sich dort auf einen Export-Boom vor. Das Land hofft auf eine Aufhebung der bestehenden Sanktionen. Wenn der Iran wieder Öl exportiert und sich die Lage in Libyen beruhigt, ist auch in Europa das Rohölangebot für die Nachfrage in der kommenden Winterperiode mehr als ausreichend. Entsprechend rechnen wir nicht mit einem langanhaltenden Aufwärtstrend bei den Preisen für Heizöl.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?