Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 51. Kalenderwoche 2014

22. Dezember 2014

Heizoelpreis gefallen - KW51

Die Ölpreise zeigten sich in der letzten Woche eher volatil. Einerseits wurden neue Langzeittiefs erreicht, andererseits ging es danach wieder deutlich aufwärts. Generell war es ein günstiger Zeitpunkt um Heizöl zu kaufen, wenn der Tankinhalt nicht mehr ausreicht, längerfristig zu spekulieren. Der Heizölpreis erreichte mit durchschnittlich 57,58 Euro pro 100 Liter bei einer Abnahmemenge von 3.000 einen beinahe historischen Tiefststand. Zuletzt war Heizöl im Jahr 2010 so günstig wie jetzt.

Die OPEC hat zu Beginn der letzten Woche bekanntgegeben, dass es nicht zu einem Sondertreffen kommen wird. Bei einem solchen Meeting hätten Quotenkürzungen für die Ölproduktion beschlossen werden können. Stattdessen teilen die Vereinigten Arabischen Emirate mit, dass sich die Ölpolitik der OPEC auch nicht ändert, wenn die Ölpreise auf 60 oder 40 Dollar fallen würden. So wird deutlich, dass das Kartell davon ausgeht, dass sich der Markt und damit die Ölpreise selbst stabilisieren werden.

Dass der Ölmarkt aktuell überversorgt ist, zeigte der Exportausfall in Libyen. Durch diesen gelangen größere Mengen Öl nicht mehr auf den Markt. Jedoch ist die Überversorgung so groß, dass diese Mindermengen nichts an der Preissitution ändern und auch der langfristige Einfluss auf den Ölpreis gering bleibt. Hinzu kommen die Ölpreissenkungen in Saudi-Arabien, Irak und Kuweit, sowie die Erhöhung der Ölproduktion in den USA, die die überversorgte Marktlage im kommenden Jahr wohl weiter stärken werden.

Zur Wochenmitte teilte dann auch Russland mit, dass die Ölproduktion in den nächsten Monaten nicht gekürzt werden soll. Zeitgleich hat der Iran ebenfalls die Rohöl-Verkaufspreise nach Asien für das kommende Jahr gesenkt. Die Entscheidung war zu erwarten, da sich der Irak, Kuweit und der Iran oft an der Ölpreis-Politik Saudi-Arabiens orientieren.  Durch diesen Preiskampf versuchen die Länder weiterhin ihre Marktanteile zu halten. Der Heizölpreis sank in der Folge auf einen neuen langjährigen Tiefststand.

Zum Wochenende zeigten die Ölpreise dann aber erstmals seit Wochen eine deutliche Aufwärtsbewegung. Dazu kam es durch Kaufentscheidungen vieler Händler, die ihren Bedarf zuvor noch nicht gedeckt hatten. Das heißt, sie haben in der Vergangenheit mehr verkauft, als eingekauft. Durch einen kleinen Preisanstieg und die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage haben sie sich nun veranlasst gesehen, die fehlenden Ölmengen nachzukaufen. Hier ist aber von einem zeitlich begrenzten Effekt auszugehen.

„Sorgenkind“ bleibt dagegen der Eurokurs. Nach Aussagen der Fed Chefin Yanet Yellen geht man am Finanzmarkt von einer ersten Zinsanhebung in den USA im Juni des kommenden Jahres aus. Viele Analysten hätten einen solchen Schritt erst später erwartet. Dass die Zinssteigerungen dabei langsamer durchgeführt werden sollen, spielte am Markt eine untergeordnete Rolle. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar erneut an Wert und wird aktuell unter 1,23 US-Dollar gehandelt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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