Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 01. Kalenderwoche 2015

5. Januar 2015

Heizoelpreis gefallen 01KW2015

Bis zum Jahreswechsel sind die Ölpreise weiter gesunken. Auch bei den Heizölpreisen gab es leichte Abschläge. Über die Feiertage war kaum Bewegung am Ölmarkt, da das Handelsvolumen entsprechend gering war. An der bestehenden Überversorgung hat sich auch nach Produktionsausfällen in Libyen nicht wirklich etwas geändert. Der schwache Eurokurs hatte zur Folge das Heizöl hierzulange weniger stark gesungen ist als die Notierungen an den Ölbörsen.

Bis zum Jahresende rechnete niemand mit starken Preisschwankungen an den Ölbörsen. Das bestätigte sich dann auch, da viele Händler zwischen den Feiertagen Urlaub hatten. Die meisten Notierungen bewegten sich in dieser Zeit nahe ihrer Langzeit-Tiefststände. ICE Gasöl erreichte über die Feiertage sogar ein neues 5-Jahrestief.

Für den Preisrutsch waren wohl vorrangig die offiziellen US-Ölbestandsdaten verantwortlich, die Mitte der Woche veröffentlicht worden waren. Sowohl die Bestände beim Rohöl als auch die Produktbestände sind deutlich gestiegen.

Die Nachrichten aus Libyen hatten dagegen einen preisstützenden Einfluss auf die Ölpreise. Die Kämpfe zwischen Regierung und Opposition hatten sich soweit zugespitzt,  dass es mehrere Brände an den Tanklägern am größten Ölverladehafen des Landes gegeben hatte. Zum Ende der Woche konnten die Brände aber größtenteils gelöscht werden.

Der Markt ist jedoch so stark überversorgt, dass der Konflikt in Libyen aktuell nur wenig Aufwärtspotenzial bietet. Ausbleibende Öllieferungen aus Libyen kann am Markt sehr gut kompensiert werden, sodass sich der preisstützende Einfluss auf die Ölpreise in Grenzen hielt.

Der Preisverfall beim Rohöl zeigt sich in der vergangenen Woche nicht eins zu eins in den inländischen Heizölpreisen. Da Rohöl und Produkte wie Gasoil am Weltmarkt grundsätzlich in Dollar gehandelt werden, spielt der Wechselkurs von US-Dollar in Euro eine zentrale Rolle für die inländische Heizölpreisentwicklung.

In das neue Jahr starteten die Ölnotierungen dann zunächst etwas fester. Auch die Heizölpreise zogen daraufhin leicht an. Der Eurokurs ist zum Jahresbeginn auf 1,2052 Dollar gefallen, was das in Dollar gehandelte Öl hierzulande verteuerte.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?