Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 02. Kalenderwoche 2015

Heizoelpreis gefallen 02KW2015

Das Handelsinteresse ist in der vergangenen Woche wieder etwas gestiegen. Über den Jahreswechsel und die Feiertage gab es wenig Bewegung an den Warenterminbörsen. Bis Mitte der Woche sind die Ölpreise kontinuierlich ihrem Abwärtstrend gefolgt. Am Donnerstag gab es trotz unveränderter Überversorgung eine technisch bedingte Aufwärtskorrektur, die bis zum Wochenende anhielt. Die Heizölpreise orientierten sich derweil an der Entwicklung der Ölpreise.

Dass sich die Ölpreise in geraumer Zeit auf höherem Niveau stabilisieren, halten bei der aktuellen Marktlage die wenigsten für wahrscheinlich. Ganz im Gegenteil, es bestätigt sich immer wieder, dass es durchaus noch Potenzial für eine weitere Abwärtsbewegung gibt.

Zum Beispiel soll sich der Botschafter der Vereinten Arabischen Emirate zur Ölproduktion der OPEC geäußert haben. Demnach sieht er keinen Handlungsbedarf für die OPEC, da diese nicht für den aktuellen Angebotsüberschuss verantwortlich sei. Die OPEC wird demnach wohl  keine Maßnahmen einleiten, um den Ölpreis zu stabilisieren.

Da angesichts der globalen Wirtschaftsentwicklung auch nicht mit einem deutlichen Anstieg der Ölnachfrage zu rechnen ist, wird sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kaum in waage bringen lassen. Das Angebot zu kürzen wäre dagegen eine Möglichkeit, die laut Analysten schnell zu diesem gewünschten Effekt führen könnte.

Die Ölproduzenten fürchten jedoch um ihre Marktanteile und somit geht der Preiskampf weiter. Dies bestätigte sich auch wieder in der vergangenen Woche. Saudi-Arabien hatte seine Rohöl-Verkaufspreise für Lieferungen im Februar gesenkt. Demnach werden die Preise für Lieferungen in die USA und nach Europa gesenkt. In Folge dessen sank Gasöl zeitweise unter 500 Dollar und WTI unterschritt die 50 Dollar-Marke.

Die OPEC soll mit ihrer Haltung das Ziel verfolgen, dass sich der Ausbau neuer Ölförderstätten für andere Produzenten wie den USA bei weiter sinkenden Ölpreisen nicht mehr rentiert und Projekte abgesagt werden. Zwar steigt die US Schieferölproduktion aktuell noch, geplante Investitionen und Projekte sollen aber zunehmend abgesagt werden.

Der Euro gerät immer weiter unter Druck. Zum Wochenauftakt sank der Kurs zeitweise auf 1,1864 Dollar, den tiefsten Stand seit 2006. Zwischenzeitlich konnte sich der Euro zwar etwas erholen, die 1,20 Dollar-Marke wurde aber nicht überwunden. Zum Ende der Woche sank der Eurokurs weiter ab. Die Ursache der Kursverluste sollen zum einen auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB und zum anderen auf die aktuelle Debatte über Griechenlands möglichen Austritt aus der EU zurückzuführen sein.

Die Heizölpreise bewegten sich auch in der vergangenen Woche auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Abwärtsbewegung an den Ölbörsen spiegelte sich jedoch nicht eins zu eins in den Heizölpreisen wider, da der schwache Eurokurs den Preisfall ausbremste. Zum Wochenende zogen auch die Heizölpreise etwas an. Bei einem durchschnittlichen Heizölpreis von 55,00 € pro 100 Liter inkl. MwSt. kann von einem hohen Preis jedoch nicht die Rede sein.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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