Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 10. Kalenderwoche 2015

9. März 2015

Heizoelpreis gefallen KW102015

In der zehnten Kalenderwoche überwiegten die preisdrückenden Einflüsse. Besonders die Atomverhandlungen mit dem Iran verunsicherten viele Marktteilnehmer, was die Ölpreise sinken ließ und wodurch auch Heizöl günstiger wurde.

Zu Beginn der Woche stieg der Preisunterschied zwischen den Ölsorten Brent und WTI.  Während vor allem die stark rückläufigen libyschen und irakischen Exporte aus dem Vormonat den Brentpreis steigen ließen, bewirkten die hohen US Rohölbestände einen niedrigeren Preis für WTI.

Bei den Produktpreisen ließ sich eine andere Entwicklung erkennen. Durch die abnehmende Produktion der Raffinerien, bedingt durch Wartungsarbeiten und die Bestreikung von 12 US Raffinerien,  erwarteten manche Marktteilnehmer kurzzeitig sogar Engpässe. Zeitgleich erhöhte die Kaltwetterfront in den USA die Nachfrage nach Produkten wie zum Beispiel Heizöl, wodurch schließlich die Produktpreise gestiegen sind.

Am Dienstag folgten Meldungen über eine mögliche Einigung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran.  Viele Händler erwarten stark sinkende Ölpreise, sollte sich ein Abkommen treffen lassen. Mit großer Wahrscheinlichkeit würden die Sanktionen gegenüber dem Iran wegfallen, wodurch die Ölexporte deutlich steigen könnten und die Überversorgung auf dem Markt zunehmen würde.

Zur Wochenmitte sind die Preise für Heizöl deutlich gestiegen. Ursache hierfür war die Erhöhung der Exportpreise für saudisches Öl.  Zuvor war die Nachfrage deutlich gestiegen, weshalb Saudi-Arabien momentan nicht mit Marktverlusten rechnet.

Der sehr schwache Euro vom Donnerstag fiel schließlich unter die 1,10 US Dollarmarke, was zeitgleich der niedrigste Stand seit 10 Jahren war. Weitere Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung könnten den Dollar zunehmend stärken, würden jedoch den Euro weiter belasten. Der Rückgang des Euros hatte steigende Preise für Heizöl zur Folge.

Zum Wochenende kam es zu erneuten Angriffen auf libysche Ölfelder, weshalb die Regierung ein Force Majeure (mögliche Lieferunterbrechungen aufgrund „höherer Gewalt“) erklärt hat. Viele Marktteilnehmer haben mit weiteren Komplikationen bei der libyschen Ölförderung gerechnet, weshalb es kaum Reaktionen an den Ölbörsen gab.

Im Vergleich zur Vorwoche sanken die Heizölpreise leicht. So kosten 100 Liter Heizöl einen Euro weniger als in der Vorwoche.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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